Die guten Hirten auf dem Stuhl Petri (314-440)

Der Papst trägt das Kreuz Christi, von seinen Feinden mit Steinen beworfen, von Christus glorreich empfangen; es zeigt das Leiden der Päpste und zugleich der Kirche

Jesus, der gute Hirte, trägt auf Seiner Schulter ein Lamm

Die guten Hirten auf dem Stuhl Petri

Einleitung

Sie regierten vom Jahre 314 – 440 und heißen:

Hl. Silvester I. 314-335
Hl. Marcus 336
Hl. Julius I. 337-352
Liberius 352-366
Hl. Damasus I. 336-384
Hl. Siricius 384-399
Hl. Anastasius I. 399-401
Hl. Innozenz I. 401-417
Hl. Zosimus 417-418
Hl. Bonifatius I. 418-422
Hl. Cölestinus I. 422-432
Hl. Sixtus III. 432-440

Mit Feuer, Schwert und Gefängnis, mit allen Mitteln, welche teuflische Bosheit und ein höllischer Haß erdenken konnten, wüteten die Kaiser Diokletian, Maximianus, Galerius und Licinius im weiten Römerreich gegen die schuldlosen Christen. Den stärksten Angriffen, den erbittertsten Verfolgungen waren die römische Christengemeinde und mit ihr die Nachfolger des heiligen Petrus ausgesetzt.

Der Papst blieb der Mittelpunkt, das Haupt der katholischen Kirche. Wäre es gelungen, das Papsttum für immer zu vernichten, so wäre die Kirche Christi von selbst zu Grunde gegangen. Ist der Hirt geschlagen, so zerstreut sich die Herde. Das Papsttum zu vernichten, war darum der sehnlichste Wunsch der römischen heidnischen Kaiser, oder besser der durch sie wirkenden finsteren Mächte der Hölle. Allein es gelang nicht. Weil die Pforten der Hölle den Felsen Petri nicht überwältigen können…

Weil es dem bösen Feind nicht gelungen war, das Christentum durch die blutige Verfolgung zu vernichten, so wollte er es jetzt in seinem Glauben verfälschen, damit es so langsam durch eigene Schuld dahin sterbe. Wäre es dem Widersacher Jesu Christi gelungen, nur die leiseste Unwahrheit der Lehre Gottes beizumischen, so wäre es um das Christentum gewesen.

Wer hat nun den katholischen Glauben rein erhalten?

Wer hat ihn bewahrt vor dem zerstörenden Gift der Irrlehre? Es waren die guten Hirten auf dem Stuhl Petri in Rom. Die Päpste blieben die Wächter des wahren Glaubens und werden es bleiben bis zum Ende der Tage.

Wir nennen die zwölf Statthalter Jesu Christi, die unmittelbar nach den Päpsten der Katakomben regierten, deswegen die guten Hirten, weil sie in dieser Zeit die gefährlichsten und schädlichsten Irrtümer abgewiesen und aufgedeckt und die Christen im wahren Glauben bewahrt haben. In dieser Zeit wurde die Lehre Jesu und der Apostel über die hochwichtigen Geheimnisse der heiligen Dreifaltigkeit und der Menschwerdung Jesu Christi genau bestimmt und ausgesprochen.

Schlimmer war es, daß mehrere Kaiser, selbst Konstantin der Große, durch die Irrlehrer sich verleiten ließen, sich selbst in die religiösen Angelegenheiten einzumischen. Anstatt die Grenzen des Reiches mit kräftiger Hand zu schützen, disputierte der kaiserliche Hof über die wichtigsten Fragen des Glaubens. Kaiser Julian mit dem Beinamen der Abtrünnige, versuchte es sogar, das Heidentum wieder zu Ansehen und Glanz zu bringen.

Wie die Planeten sich um die Sonne, als um ihren Mittelpunkt bewegen, so schlossen sich alle wahrhaft edlen Männer des 4. und 5. Jahrhunderts an den Nachfolger des heiligen Petrus an. Und dies mit vollem Recht. Es zierten ja den päpstlichen Stuhl Männer, welche die Bedürfnisse der Zeit erkannten und mit Mut und Ausdauer ihre hohe Aufgabe erfüllten. Das innige und wahrhaft begeisterte Zusammenhalten der Bischöfe mit den Stellvertretern Christi bereitete der Kirche den Sieg… –
aus: Chrysostomus Stangl, kath. Weltpriester, Die Statthalter Jesu Christi auf Erden, 1907, S. 62 – S. 66

zu Liberius siehe: Papst Liberius – ein katholischer Papst

Bildquellen

  • Stangl Jesus Der Gute Hirte: Bildrechte beim Autor
  • Hattler Das Leiden Der Kirche: Bildrechte beim Autor

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