Freimaurerei ist organisierter Abfall von Gott

Die Freimaurerei ist organisierter Abfall von Gott

Die Freimaurerei ist der kristallisierte, der organisierte Liberalismus. Und weil der Liberalismus den Abfall von der Autorität Gottes bedeutet, so ist die Freimaurerei der organisierte Abfall von Gott. Weil aber dieser Abfall, als ein organisierter, nicht auf einfache Lossagung sich beschränkt, sondern Organisation gegen Organisation stellt: so wird die Freimaurerei zu einem Heerlager, welches sich zusammen findet, um Gott und die von ihm gesetzten Autoritäten, insbesondere unsere heilige, katholische Kirche und die legitime Monarchie zu bekämpfen und sich an ihre Stelle zu setzen.

Aus der Enzyklika von Papst Leo XIII.

Die Tatsachen beweisen das, und auf Grund der Tatsachen konnte Papst Leo XIII das Rundschreiben über die Freimaurerei, welches er unter`m 20. April 1884 an alle Bischöfe des katholischen Erdkreises richtete, beginnen, wie folgt:

„Nachdem das Menschengeschlecht von Gott, seinem Schöpfer und dem Spender der himmlischen übernatürlichen Gnaden, infolge des Neides des Teufels elendiglich abgefallen, teilte es sich in zwei verschiedene und entgegen gesetzte Heerlager; das eine streitet unausgesetzt für Wahrheit und Tugend, das andere für alles, was der Tugend und der Wahrheit zuwider ist. Das eine Heerlager ist das Gottesreich auf Erden, nämlich die wahre Kirche Christi, und wer diesem Heer richtigen Sinnes und zu seinem Heile anhängen will, muss Gott und seinem eingeborenen Sohn mit ganzer Seele und völliger Hingabe des Willens dienen; das andere Heerlager ist das Reich des Satans, unter dessen Botmäßigkeit und Gewalt alle stehen, welche nach dem Beispiel ihres Führers und der Stammeltern dem göttlichen und ewigen Gesetz den Gehorsam verweigern und Vieles mit Hintansetzung Gottes, Vieles geradezu gegen Gott unternehmen.

In jedem Zeitalter der vergangenen Jahrhunderte kämpfte die eine gegen die andere mit verschiedener und mannigfacher Waffengattung und Kampfesweise, wenn auch nicht immer mit gleicher Hitze und Heftigkeit. In unserer Zeit aber sieht man, wie diejenigen, welche der guten Sache widerstehen, sich verbinden zu einem überaus erbitterten Kampf unter der Leitung und mit Hilfe des weit verbreiteten und im Verein insgesamt den heftigsten Anlauf nehmen unter dem Vorgang und der Hilfeleistung jener weit verbreiteten und fest organisierten Gesellschaft der Freimaurer. Denn ohne noch Geheimnis aus ihren Plänen machen, lehnen sie jetzt keck gegen die göttliche Majestät auf und arbeiten offen und frei am Ruin der heiligen Kirche, und zwar in der Absicht, die christlichen Völker der Wohltaten, die ihnen der Erlöser Jesus Christus gebracht, wenn es möglich wäre, gänzlich zu berauben.“

Soweit Papst Leo XIII. –

Die Reaktion der Freimaurerei auf die Enzyklika

Manche halten ein derartiges Urteil über die Freimaurerei vielleicht für übertrieben. Sie sehen in der Loge nichts, als einen Verein für gesellige Zwecke, für wohltätige Bestrebungen, für gegenseitige Protektion, etwa auch ein Einrichtung, welche durch ihre geheimnisvollen Symbole ein wenig Poesie bringen soll in die nüchterne Prosa des Lebens. Es unterliegt wohl keinem Zweifel, daß weniger Unterrichtete mit solchen Anschauungen in die Loge eintreten und diese Anschauungen vielleicht während ihres ganzen Lebens bewahren, weil man sie eben nur als Zahlen oder als Zahler oder als Staffage benützt, und nicht einweiht in die höhere Leitung der Loge. Wenn aber in Wirklichkeit keine tiefer liegenden Zwecke obwalteten, als die eben genannten, wozu dann diese internationale Organisation der Freimaurerei, welche bestimmt scheint, der Katholizität der Kirche Jesu Christi ein Paroli zu bieten? Übrigens wird aus dem Schoß der Freimaurerei selbst uns bezeugt, daß obiges Urteil des hl. Vaters durchaus auf Wahrheit beruht. Eine zu Leipzig erschienene Schrift: „Die Papstkirche und die Freimaurerei. Eine freimaurerische Antwort auf die päpstliche Enzyklika“ entwickelt das Programm der Loge in folgenden fünf Hauptpunkten:

1. Zertrümmerung der kirchlichen Autorität.

2. Vollständige Trennung der Kirche von der Schule. –

3. Abschaffung jedes Religionsunterrichtes. –

4. Entchristlichung des Familienlebens.

5. Emanzipation der Frauen.

Die französischen Freimaurer haben die französische Revolution gemacht

Die Geschichte lehrt, daß die gleiche Tendenz auch früher schon in der Loge geherrscht hat. Louis Blanc, selbst Freimaurer, erklärt in seinem umfassenden Werk: Histoire de la révolution francaise (II. ch. 3): „Es ist von Bedeutung, den Leser vor die unterirdische Mine zu führen, welche dann unter den Thronen und Altären gegraben wurde von ganz anders gründlichen und tätigen Revolutionären, als die Enzyklopädisten. Eine Verbindung von Männern jeglichen Landes, jeder Religion, jeden Ranges waren untereinander durch vereinbarte geheime Zeichen verbunden, unter schwerem Eid zur unverbrüchlichen Geheimhaltung ihres stillen Daseins verpflichtet, fürchterlichen Proben unterworfen, beschäftigten sich mit phantastischen Zeremonien, über aber sonst die Wohltätigkeit und hielten sich, obgleich in die drei Klassen von Lehrlingen, Gesellen und Meistern geteilt, unter sich für Gleiche! Diese Freimaurerei also hatte unmittelbar vor der französischen Revolution eine ungeheure Ausbreitung erlangt. In ganz Europa sich ergießend bestach sie den denkenden Geist Deutschlands, hetzte sie still Frankreich zum Aufstand und offenbarte überall das Bild einer Gesellschaft, die auf Grundsätzen ruhte, welche jenen der bürgerlichen Gesellschaft entgegen gesetzt sind. Schon durch die einzige Tatsache der konstitutiven Grundlagen ihres Daseins strebte die Freimaurerei darnach, die Einrichtungen und den Gedankenkreis der sie umgebenden Welt anzuschwärzen. Wohl trugen die maurerischen Einrichtungen Gehorsam gegen die Gesetze, Beobachtung der äußeren Formen und Gebräuche der profanen Gesellschaft, Ehrerbietung vor den Herrschern zur Schau. Wohl tranken die Maurer in ihren Tafellogen auf`s Wohl des Königs in den Monarchien, wie des obersten Beamten in den Republiken. Aber derartige Handlungen kluger Zurückhaltung waren notwendig für eine Verbindung, von welcher so viele argwöhnische Regierungen bedroht wurden, reichten aber nicht hin, um den von der Natur aus revolutionären, wenn auch im allgemeinen friedlichen Einfluss der Freimaurerei zu vernichten.“

Die Worte Louis Blanc`s finden ihre Bestätigung auf dem großen internationalen Freimaurer-Kongress, welcher am 16. und 17. Juli 1889 zur Zentenarfeier der Revolution von 1789 im Festsaal des Großorients von Frankreich tagte. Dort erklärte Br. Amiable: „Als durch den großen Tag, an welchem endlich die öffentliche Gewalt in den Dienst des Rechtes gestellt wurde (!?), der Zusammenruch der alten Ordnung gesichert war, war die Genugtuung hierüber nirgends so berechtigt, die Freude nirgends so groß als in den Logen. Es erfolgte in derselben eine wahre Explosion patriotischer Gefühle. Die französischen Freimaurer des 18. Jahrhunderts haben die Revolution gemacht. Sie haben derselben ihren humanitären Charakter aufgeprägt. Sie hatten schon zuvor die Lehren derselben ausgearbeitet. Diese waren nichts weniger als eine Improvisation. Und als die Nation ihrerseits die persönliche Gewalt befestigt hatte, nahm sie von der Loge die Devise an, eine Devise, mit welcher ich Sie, meine Br., maurerisch und bürgerlich begrüße: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit.“

Alle Revolutionen der Neuzeit sind das Werk der Freimaurerei

Eine ähnliche Tätigkeit entwickelte die Freimaurerei in Italien, besonders unter der Leitung ihres Großmeisters Lemmi, eines Juden. Lemmi selbst nennt sich einen „Nachahmer und Schüler Mazzini`s und Garibaldi`s“. Nach dem Zeugnis der Rivista Massoneria Italiana, dem Organ der italienischen Großloge, welches „mit schriftlicher Druck-Erlaubnis des Mächtigsten Großmeisters“ erscheint, sind alle Revolutionen der Neuzeit das Werk und der Triumph der Freimaurerei (Rivista 1891, S. 132). Die Freimaurerei hat der Monarchie den Gang nach Rom „gegen deren Willen durch ihre unablässige, ausdauernde, hartnäckige Arbeit als unabweisliche Notwendigkeit aufgezwungen.“ (Riv. 1882, S. 41) „Bevor noch das Jahrhundert zu Ende geht“, erklärte Br. Seraffini zu Rom am 20. Januar 1889, „müssen wir es erreichen, daß Vertreter Deutschlands, Frankreichs und aller anderen europäischen Staaten, ich will sagen, regelrechte Vertreter der großen Mehrheit, zum großen europäischen Kongress zusammen treten und einmütig und einstimmig die Abschaffung aller und jeglicher Privilegien verkünden, welche sich nicht auf Tugend stützen.“ (Riv. 1889, S. 36)

Zerstörung des Papsttums und der geoffenbarten Religion

„Die Verbrüderung der Völker würde“, so erklärt Aurelio Saffi ergänzend, „an dem wahrscheinlich nicht mehr fernen Tage ins Leben treten, an welchem das Jung-Deutschland des Gedankens und der Arbeit an die Stelle des feudalen und kaiserlichen getreten sein würde. (Riv. 1889, S. 4) Als Etappen zu diesem Ziel betrachtet die italienische Freimaurerei den unausgesetzten Kampf gegen den Klerikalismus (Riv. 1886, S. 73), die Zerstörung des Papsttums und aller geoffenbarten Religion und die volle radikale Verweltlichung des Staates, der Familie, der Schule und des ganzen öffentlichen Lebens und dadurch die Zerstörung des Autoritätsprinzips.“ (Riv. 1886, S. 378). „Krieg gegen den Klerikalismus“, das sagt alles (Riv. 1885, S. 322). Das Priestertum „ist das größte Hindernis des maurerischen Fortschritts“. (Riv. 1891, S. 132) Das Papsttum, diese „Hydra“ (Riv. 1889, S. 27), diese Schlange im Busen“ (Riv. 1886, S. 366), dieser „Erbfeind“ (Riv. 1889, S. 138) muss in Rom zerstört werden, dann fällt es überhaupt (Riv. 1891, S. 134). „Das Papsttum“, ruft Lemmi triumphierend aus, „fürchtet uns. Es fühlt die Zivilisation, die ihm Fußtritte versetzt, es einengt, es erwürgt (Riv. 1892, S. 231). Die katholische Theokratie gilt der Freimaurerei als „die schlimmste aller Tyranneien“. (Riv. 1890, S. 281; 1889, S. 30)

Aber auch alle andern geoffenbarten Religionen nennt sie „Aberglaube“ und „Gift für die Völker“. (Riv. 1890, S. 159) „Wir werden den völligen Laienstaat haben, welcher in der Schule, in der Familie und in allen Zweigen des öffentlichen Lebens sich verkörpern wird.“ (Riv. 1892, S. 159) Der Schlüssel unserer ganzen Arbeit liegt in der Erziehung. „Dieser edelsten Arbeit wenden alle Freimaurer der Welt ihre Sorge zu.“ (Riv. 1892, S. 222, 241) Wenn Kinder und Frauen von „jeder Fessel des Aberglaubens befreit“ sind, ist unsere Arbeit getan (Riv. 1886, S. 277). Man führe die Verweltlichung des ganzen Erziehungswesens durch (Riv. 1886, S. 383ff). „Jeder Unterricht in irgend welchem Katechismus ist in der Schule zu verbieten.“ (Riv. 1892, S. 231)

Um all` dies zu erreichen, muss sich die Freimaurerei der öffentlichen Meinung und der öffentlichen Gewalt bemächtigen. „Es ist notwendig, daß die an der Regierung der Staaten befindlichen Männer entweder unsere Brüder seien oder die Macht verlieren.“ (Riv. 1886, S. 234, 288) „Zur Erreichung unserer Zwecke ist die Mitwirkung aller staatlichen Faktoren vonnöten. Wir müssen uns dieselbe sichern… Die Freimaurerei richtet deshalb darauf ihr Augenmerk, die öffentliche Meinung zu erzeugen und zu lenken; sie arbeitet darauf hin, ihre Leute in alle öffentlichen Ämter zu bringen, in die gesetzgebende Versammlung und auf die höchsten Spitzen der Gewalt. Freimaurerei und Demokratie, sagte Panizza, sind ein und dasselbe, oder vielmehr, fügte er bei, die Freimaurerei muss gleichsam als das Heer der Demokratie betrachtet werden; sie muss über die Demokratie wachen und durch sie die Schlachten der Zivilisation und des Fortschritts schlagen.“ (Lemmi in Venedig, Riv. 1892, S. 121, 216, 231)

Und nach diesen Selbstgeständnissen sollen wir noch durch jenes Geschwätz von allgemeiner Menschenliebe und Brüderlichkeit uns täuschen lassen über den wahren Charakter der Freimaurerei? Jene humanitären Phrasen und Betätigungen sind ja nur Aushängeschild zur Verhüllung der wahren Pläne! Denn den Schein des Guten muss selbst der Satan annehmen, wenn er Erfolg haben will. –
aus: Ludwig von Hammerstein SJ, Sonn- und Festtags-Lesungen, 1898, S. 492 – S. 498

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