Die Reise ULF von Fatima durch Afrika

Die Weltreise ULF von Fatima 1947-1951

Teil 3

Die wunderschöne Statue der Muttergottes von Fatima; Maria trägt eine herrliche Krone auf ihrem Haupt und in ihren gefalteten Händen ist ein langer Rosenkranz

Weltreise – Die Reise ULF von Fatima durch Afrika

Anfang April geht es per Schiff nach Madeira. Wunderbarer Empfang in Funchal und den Pfarreien der Insel. 2000 weiße Tauben fliegen auf…

Am 10. April Abfahrt nach Cap Verde und Besuch aller Inseln. Die größten Feiern, mit lebenden Bildern auf den Straßen, finden in Praia, dem wichtigsten Ort des Archipels, statt. Die zweite Hälfte des April wird in Portugiesisch-Guinea zugebracht. Dort nimmt sogar ein mohammedanischer Chor an der Prozession teil. – Für die Feiern vom 13. Mai ist man wieder in der Cova da Iria.

Im Juni werden die Azoren mit Flugzeug erreicht. Der Bischof fordert die Bevölkerung auf, „ihr Möglichstes zu tun“. Die Fischer einer kleinen Insel geben die Jagd auf zwei Walfische auf, um die Madonna zu begleiten, am nächsten Tag fangen sie statt dessen vier. In der Zeitung stand zu lesen: „Die schönsten Glaubensbekundungen seit fünf Jahrhunderten christlichen Lebens.“

Im Juli geht es nach San Tomé und Angola. In allen großen Städten sowie in den kleinsten Dörfern wird die Königin des Friedens mit den dort üblichen, sehr unterschiedlichen und eigenartigen Volksbräuchen empfangen.

Am 30. September beginnt die Fahrt nach Mozambique. In Lourenco Marques wird die Statue von Kardinal de Gouveia, allen Behörden und einer unzählbaren Menge aus allen Rassen und Religionen begrüßt. Unsere Liebe Frau besucht die Gefangenen, diese dürfen an den Feiern teilnehmen und die Statue tragen.
In Nampula wird die Statue in der Kathedrale, die als erste der Welt ihrem Namen geweiht ist, aufgestellt. Im Hafen von Mozambique fahren ihr 150 Blumen geschmückte Schiffe entgegen. Um ihre Abfahrt zu verhindern, wollen die Schiffer streiken.
Sowohl in den Städten wie in den abseits gelegenen Missions-Stationen wetteifern weiße und schwarze Christen, Heiden und Mohammedaner im Schmücken und Illuminieren ihrer Häuser: sie bringen der Madonna oft fürstliche Geschenke dar. Mohammedaner nehmen sogar den Fez ab, um der heiligen Messe beiwohnen zu können.

Am 13. November 1948 Abfahrt nach der Südafrikanischen Union. Alle Apostolischen Vikariate von Natal, Kapland, Transvaal und einige Missions-Stationen in Basutoland werden besucht. Es sind mehr Menschen da als beim Besuch des Königs von England. Die Kundgebungen sind von wahrhaft königlicher Pracht. Die kühnsten Hoffnungen der Missionare wurden übertroffen durch die zahlreichen unerwarteten Bekehrungen. Für viele zählt dieser Tag zu den schönsten ihres Lebens.
Obwohl die Reise durch überwiegend protestantische und heidnische Gegenden ging, war die Haltung überall respektvoll, auch von Seiten der Behörden und Beamten. Des öfteren halten sogar die Gouverneure Begrüßungs-Ansprachen.

Das Ende des Winters wird in Rhodesien und Kenia zugebracht, dann geht es nach Sansibar, wo die Mohammedaner und die Buddhisten oft ebenso großen Eifer an den Tag legen wie die Christen.

Im April kommt die Region der Großen Seen an die Reihe: Tanganjika, Uganda usw. Mit einer Andachtsglut, die unsere alten, oft durch Gewohnheit gleichgültig gewordenen Pfarreien beschämen könnte, empfängt und feiert diese junge Christenheit die Mutter des Erlösers und die Königin des Friedens!

Ein Flugzeug trägt die Statue von Nairobi nach Addis-Abeba (Abbessinien), überquert Eritrea, den Sudan und Ägypten und kommt Ende Juli 1949 nach Portugal zurück.

aus: C. Barthas, Fatima Ein Wunder des zwanzigsten Jahrhunderts 1960, S. 231 – S. 233

Bildquellen

  • castelbranco-ulf-von-fatima: Bildrechte beim Autor

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