Predigtskizze Über das Maß der Sünden

Das Bild zeigt die Sünde und ihre Folgen: Gottvater, ein Engel mit dem Flammenschwert zu Eva gewandt, ein anderer Engel mit einem Zweig zu Maria gewandt

Predigtskizze vom heiligen Alphons Maria von Liguori

Über das Maß der Sünden

„Du sollst den Herrn deinen Gott nicht versuchen.“ (Matth. 4,7)

Irrtum des Sünders

… Aber jener Sünder, der sich der Sünde hingibt, ohne auch nur den Anfechtungen widerstehen zu wollen, ohne daß er sich der Barmherzigkeit Gottes anempfehle, damit Er ihm zum Widerstand helfe, und der hofft, daß Gott ihn dereinst schon noch aus dem Abgrund emporziehen werde, der versucht Gott, denn er verlangt Wunder oder doch eine Barmherzigkeit von ihm, die der gewöhnlichen Ordnung Gottes zuwider ist. Freilich will Gott das Heil aller Menschen, denn, sagt der Apostel: Gott will, daß alle Menschen selig werden. (1. Tim. 2,4) Aber er will auch, daß wir wenigstens zu unserem Heile mitwirken und die Mittel ergreifen, damit wir nicht vom bösen Feinde besiegt werden, und daß wir dem Herrn gehorchen, wenn er uns zur Buße ruft. Die Sünder vernehmen die Einladung ihres Gottes, indes achten sie nicht darauf, und fahren fort, Gott zu beleidigen, aber Gott vergißt nichts. – Er zählt sowohl die Gnaden, die Er uns mitteilt, als auch die Sünden, welche wir begehen, und wenn einmal die Zeit gekommen, welche der Herr festgesetzt hat, dann beraubt Er uns Seiner Gnaden, dann beginnt die Zeit der Strafe. Grade das will ich in dieser Predigt zeigen, daß wenn unsere Sünden eine gewisse Zahl erreicht haben, die göttliche Strafe beginnt, daß alsdann keine Verzeihung mehr zu hoffen ist.

1. Mehrere heilige Kirchenväter, der heilige Basilius, Hieronymus, Chrysostomus, Ambrosius, Augustinus und andere sagen, daß, gleichwie Gott für einen jeden Menschen seine Lebenstage, das Maß seiner Gesundheit und seine Talente bestimmt hat, nach dem Ausspruch der heiligen Schrift: Du hast Alles nach Maß, Zahl und Gewicht geordnet (Weish. 11,21), so habe Er auch für Jeden die Zahl der Sünden bestimmt, die Er ihm verzeihen wolle; und daß Er, wenn diese Zahl voll ist, nicht mehr verzeihe. Es ziemt sich, zu glauben, sagt der heilige Augustin, daß ein Jeder von Gottes Langmut eine gewisse Zeit lang erduldet werde, nach deren Ablaufe keine Verzeihung für ihn aufbewahrt ist. Dasselbe sagt Eusebius von Cäsarea: Gott wartet ab, bis zu einer gewissen Anzahl, worauf Er uns verläßt. Und dasselbe sagen uns die oben genannten Väter.

2. Ich bin gekommen, um zu heilen, die zerknirschten Herzens sind (Is. 61,1) Gott ist bereit, Jene zu heilen, die einen guten Willen haben, ihr Leben zu ändern, aber mit den verstockten Sündern kann Er kein Mitleid tragen. Der Herr verzeiht die Sünden, aber Er kann demjenigen nicht verzeihen, der den Willen hat, fort zu sündigen. Wir können Gott nicht um den Grund fragen, weshalb Er dem Einen hundert Sünden verzeihe, und weshalb Er dem Andern bei der dritten oder vierten Sünde den Tod schickt und ihn hierauf zur Hölle verurteilt. Er sagt selbst durch den Propheten Amos: Wegen drei und vier Laster von Damaskus will ich ihm nicht gnädig sein (Am. 1,3). Da müssen wir die Gerichte Gottes anbeten und mit dem Apostel ausrufen: O Tiefe des Reichtums, der Weisheit und Erkenntnis Gottes! wie unbegreiflich sind Seine Gerichte, und wie unerforschlich Seine Wege (Röm. 11,33)! Wer Verzeihung erlangt hat, sagt der heilige Augustin, erlangt sie bloß von der Barmherzigkeit Gottes; wer aber gestraft wird, wird mit Recht gestraft. Wie Viele hat Gott auch schon nach der ersten Sünde, die sie begangen, in die Hölle gestürzt!

Der heilige Gregorius erzählt uns, daß ein Kind von fünf Jahren, welches schon den Gebrauch der Vernunft erlangt hatte, als es eine Gotteslästerung aussprach, in die Hände des Teufels fiel und in die Hölle hinabgestürzt wurde. Die göttliche Mutter offenbarte auch der Dienerin Gottes Benedikta von Florenz, daß ein Knabe von zwölf Jahren, nach der ersten Sünde, die er begangen, verdammt wurde, und daß ein anderer Knabe von acht Jahren bei der ersten Sünde plötzlich starb und verurteilt wurde. Aber, sagst du vielleicht: Ich bin noch jung: es gibt so Viele, die weit sündhafter sind, als ich. Aber wie? ist Gott denn verpflichtet, geduldig zuzusehen, wenn du sündigest? Im Evangelium des heiligen Matthäus heißt es, unser Heiland habe einen Feigenbaum, den Er zum ersten Mal ohne Früchte angetroffen, verflucht und gesagt: Nimmermehr komme Frucht von dir (Mt. 21,19), worauf derselbe sogleich verdorrt sei. Deshalb musst auch du so sehr zittern, o mein Christ, wenn du eine Todsünde begehst, und dies um so mehr, wenn du zuvor schon andere begangen hast. –
aus: Gesammelte Predigten des hl. Alphons Maria von Liguori, 15. Predigt, 1864, S. 141 – S. 148

Häufe nicht Sünde auf Sünde

3. Der Herr selbst sagt: Sei nicht ohne Furcht über die nachgelassene Sünde, und häufe nicht Sünde auf Sünde (Weish. 5,5). Sprich also nicht mehr, o Sünder! Gleichwie Gott mir schon mehrere andere Sünden vergeben, so wird Er mir auch diese da verzeihen, wenn ich sie begehe. Sage das ja nie wieder, denn wenn du der verziehenen Sünde eine neue hinzufügst, so musst du fürchten, daß jene neue Sünde sich mit der ersten vereinigt und so sich das Sündenmaß für dich fülle, und daß du hierauf von Gott verlassen bleibest. Sieh! wie dies noch deutlicher uns die heilige Schrift an einer andern Stelle lehrt, wo es heißt: Der Herr wartet langmütig zu, um sie (die Nationen) für alle ihre Sünden dann zu strafen, wenn der Tag des Gerichtes gekommen (2. Makk. 6,14). Gott wartet also, und hat Geduld bis zu einer gewissen Zahl; ist aber das Maß der Sünden erreicht, dann wartet Er nicht länger, dann folgt die Strafe: Du hast versiegelt wie in einem Säckel meine Sünden (Job 14,17), heißt es bei Job. Die Sünder werfen ihre Sünden gleichsam in einen Sack, ohne Rechnung darüber zu halten; aber Gott zählt statt ihrer, damit, wenn die Saat reif, d. i. wenn die Zahl voll ist, die Strafe folge: Leget die Sichel an, denn die Ernte ist reif (Joel 3,13).

4. In der heiligen Schrift finden wir viele solche Beispiele. Da der Herr von den Israeliten redet, sagt Er an einer Stelle: Zehnmal haben sie mich versucht (sieh, wie Er die Sünden zählt), sie sollen das Land nicht sehen (sieh, wie die Zahl voll ist und die Strafe erfolgt) (Num. 14,22). An einer andern Stelle redet Er von den Amorrhitern und sagt, daß Er mit der Strafe einhalte, weil die Zahl ihrer Sünden noch nicht voll sei: Noch ist nicht voll die Missetat der Amorrhiter (Gen. 15,16). Anderswo finden wir das Beispiel des Königs Saul und sehen, wie derselbe, nachdem er zum zweiten Male ungehorsam gewesen, von Gott verlassen blieb; so daß sogar, als er Samuel bat, er wolle doch für ihn Verzeihung beim Herrn vermitteln. –

Aber nun bitte ich dich, nimm hinweg meine Sünde, und kehre mit mir zurück, daß ich den Herrn anbete (1. Kg. 15,25). – Samuel, welcher wußte, daß Gott ihn verlassen habe, antwortete: Ich will nicht mit dir zurückkehren! Weil du verworfen das Wort des Herrn, so hat dich der Herr auch verworfen (1. Kg. 15,25). Du hast Gott verlassen, o Saul, siehe, deshalb hat jetzt der Herr auch dich verlassen. Wir finden auch noch das Beispiel des Balthasar, der, als er mit seinen Weibern bei Tische saß und die heiligen Gefäße des Tempels entehrte, plötzlich eine Hand erblickte, welche an die Wand folgende drei Worte schrieb: Mane, Thecel, Phares. Als nun Daniel kam und auf das Verlangen des Königs diese Worte auslegte, da sprach er, als er zu dem Worte Thecel kam: Gewogen warst du auf der Waage und zu leicht erfunden (Dan. 5,27). Dadurch gab er dem Könige zu erkennen, daß das Gewicht seiner Sünden auf der Waagschale der göttlichen Gerechtigkeit schon den Ausschlag gegeben; und in der Tat wurde derselbe denn auch wirklich in dieser Nacht schon getötet: Und in derselben Nacht wurde Balthasar, der König der Chaldäer, ermordet (ebd.). Ach, wie vielen Unglückseligen, die immer fortfahren, Gott zu beleidigen, geschieht ein Gleiches! Denn wenn ihre Sünden eine gewisse Zahl erreicht haben, so werden sie von dem Tode hinweggerafft und in die Hölle gestürzt! Sie bringen ihre Tage in Wohlleben zu und fahren zur Hölle in einem Augenblicke (Job 21,13). Zittere, mein Christ, daß, wenn du noch eine Todsünde begehen wirst, Gott auch dich in die Hölle hinabstürzen werde.

5. Wenn Gott sogleich den bestrafen würde, der Ihn beleidigt, so würde man Gott freilich nicht so verachtet sehen, als dies jetzt der Fall ist; weil Gott aber nicht also gleich straft, und aus Barmherzigkeit abwartet, und mit der Strafe noch einhält, so wagen es die Sünder, damit fortzufahren, Ihn zu beleidigen. Weil das Urteil wider die Bösen nicht sogleich ausgesprochen wird, begehen die Menschenkinder Böses (Weish. 8,11). Man muss aber wohl bedenken, daß, wenn Gott abwartet und erträgt, Er nicht immerfort abwartet und erträgt. Samson hoffte, daß, wenn er auch mit Dalia seinen Scherz treibe, er dennoch stets den Nachstellungen der Philister entgehen werde, wie ihm dies mehrmals gelungen: Ich will, sprach er, davon kommen, wie ich vormals getan, und mich herausreißen (Jud. 16,20). Aber endlich ward er gefangen und musste es mit dem Leben büßen. Sage also nicht: Der Herr verzeiht, oft habe ich gesündigt, nie hat Er mich gestraft: Sprich nicht, ich habe wohl gesündigt, aber was ist mir Leids widerfahren! Denn der Allerhöchste ist ein langmütiger Vergelter (Weish. 5,4). Gott hat Geduld bis auf eine bestimmte Zeit, ist diese vorüber, so straft Er zugleich die ersten und die letzten Sünden. Es kommt Eine (wie man zu sagen pflegt), und die bezahlt Alles. Und je größer die Geduld Gottes gewesen, desto furchtbarer wird Er Rache nehmen.

Sündige nicht weiter

6. Deshalb, sagt der heilige Chrysostomus, sollte man mehr fürchten, wenn Gott geduldig überträgt, als wenn Er plötzlich straft. Und warum? Darum, weil, wie der heilige Gregorius bemerkt, diejenigen, an welchen Gott größere Barmherzigkeit übt, wenn sie dennoch nicht zu sündigen aufhören, noch strenger bestraft werden. Solche, fügt der Heilige hinzu, werden oft durch einen plötzlichen Tod bestraft, so daß ihnen keine Zeit bleibt, sich zu bekehren. Und je heller das Licht ist, womit Gott einige erleuchtet, damit sie sich bessern, desto größer ist ihre Verblendung, und desto strafwürdiger ist ihr Verharren in der Sünde, wie der heilige Petrus schreibt: Es wäre ihnen besser gewesen, wenn sie den Weg der Gerechtigkeit nicht erkannt hätten, als daß sie, nachdem sie ihn erkannt, wieder abweichen von dem heiligen Gebote, das ihnen gegeben ist (2. Petr. 2,21) Unglückselig sind jene Sünder, die nach so großer Erleuchtung dennoch wieder den alten Lüsten gefolgt sind; denn, sagt der heilige Paulus, es ist (moralisch zu reden) unmöglich, daß solche wiederum zu Gott zurückkehren: Es ist unmöglich, diejenigen, welche einmal erleuchtet worden, auch gekostet haben die himmlische Gabe, und doch abgefallen sind, wieder zur Sinnesänderung zu erneuern.(Hebr. 6,4)

7. Vernimm denn also, o Sünder, was Gott zu dir sagt: Mein Sohn, hast du gesündigt, so fahre nicht fort, sondern bitte des Vergangenen wegen um Vergebung (Weish. 21,1). O mein Sohn, füge doch nicht neue Beleidigungen den alten hinzu; verharre vielmehr im Gebete, damit dir deine früheren Sünden verziehen werden; denn sonst könnte es gar leicht geschehen, daß, wenn du noch eine neue schwere Sünde begehest, sich die Barmherzigkeit Gottes für dich schließt, und du auf ewig verloren bist. Wenn also der böse Feind dich versucht, noch eine Sünde zu begehen, so sprich zu dir selbst: Ach, was würde wohl die ganze Ewigkeit aus mir werden, wenn Gott mir diesmal nicht mehr verzeihen wollte? Und wenn der Teufel antwortet: Fürchte dich nicht, Gott ist ein Gott der Barmherzigkeit; so erwidere: Welche Sicherheit, welche Wahrscheinlichkeit habe ich denn, daß, wenn ich von Neuem sündige, Gott Barmherzigkeit an mir üben und mir verzeihen werde? Vernimm, was Gott denen droht, die den göttlichen Gnadenruf verachten: Darum, weil ich rief und ihr nicht wolltet, . . . so will auch Ich bei euerem Untergange lachen und spotten (Prov. 1,24,26). Bemerke dir die beiden Worte: auch ich, womit Gott sagen will, gleichwie du Gott verspottet hast, da du so oft gebeichtet und so oft deine Versprechungen erneuert und Ihn dennoch immer wieder verraten hast; so wird auch Gott deiner bei deinem Tode spotten; Ich werde lachen und spotten. Der Herr leidet keinen Spott: Gott läßt Seiner nicht spotten (Gal. 6,7). Der weise Mann lehrt uns: Wie Hund zurückkehrt zu dem, was er gespieen, also wiederholt der Tor seine Torheit (Prov. 26,1). Dionysius, der Kartäuser, erklärt diese Stelle sehr gut und sagt, daß, wie der Hund Abscheu und Ekel einflößt, wenn er das wieder zu sich nimmt, was er schon von sich gegeben; so mache man sich auch verhaßt vor Gott, wenn man von Neuem jene Sünden begehe, die man zuvor schon in der Beichte verabscheut hat; dies sind die Worte des Kartäusers.

Noch Zeit zur Buße?

8. Es ist doch wunderbar! wenn Jemand ein Haus kauft, so wendet er allen Fleiß an, um sich sicher zu stellen, damit er sein Geld nicht einbüße. Wenn Jemand ein Heilsmittel nimmt, so gibt er wohl acht, damit es ihm nicht schaden könne. Wenn Jemand über einen Fluß setzt, so sucht er sich vorher zu versichern, daß er nicht hineinfalle. Und doch für eine augenblickliche Lust, für eine kurze Befriedigung seiner Rache, für einen tierischen Genuss, der, wenn er kaum begonnen schon wieder aufhört, setzt man sein ewiges Heil in die größte Gefahr, und sagt: Ich will es später schon beichten. Aber wann, frage ich dich, wirst du es denn beichten? Morgen. Aber wer gibt dir denn die Versicherung, daß du morgen noch leben werdest? wer versichert dich, daß du diese Zeit finden werdest, daß Gott dich nicht bei der Vollbringung der Sünde sterben lasse, wie es schon sehr Vielen widerfahren ist? Du bauest auf einen ganzen Tag, sagt der heilige Augustin, der du nicht auf eine einzige Stunde rechnen kannst? du bist nicht sicher, ob du auch nur noch eine Stunde zu leben habest, und du sagst: Morgen will ich es beichten? Derselbe Heilige fährt fort: Gott hat dem, der seine Sünden bereut, Verzeihung verheißen; aber Er hat dem, welcher Ihn beleidigt, nicht versprochen, daß Er bis morgen zuwarten wolle; vielleicht gibt der Herr dir noch Zeit zur Buße, aber vielleicht auch nicht; aber wenn Er dir diese Zeit nicht gibt, was wird dann aus deiner Seele werden? Ach, um einer elenden Lust willen verlierst du jetzt deine Seele, setzt du dich in Gefahr, sie auf ewig zu verlieren.

9. Würdest du um dieser kurzen Lust willen wohl Va Bank spielen, und alles Andere opfern, Geld, Haus und Habe, Macht, Freiheit und Leben? Du sagst: Nein! Und dennoch willst du um eines so elenden Genusses willen Alles, nämlich deine Seele, den Himmel und Gott verlieren? Sage mir doch, mein Christ, hältst du es für wahr, daß Himmel, Hölle und Ewigkeit heilige Glaubenswahrheiten sind? Glaubst du es, daß, wenn der Tod dich im Stande der Sünde überrascht, du auf ewig verdammt seiest? Ei, welche Torheit, welche Verwegenheit ist es aber alsdann, sich selbst zu so schrecklichen Peinen zu verurteilen und zu sagen: Ich hoffe doch noch Alles wieder gut zu machen. Es sagt der heilige Augustin: Nemo sub spe salutis vult aegrotare. Niemand ist wohl je so töricht gewesen, daß er Gift genommen und dazu gesagt hätte: Später werde ich schon eine Arznei dagegen anwenden und mich wiederum heilen; und du, o mein Christ, willst dich selbst zur Hölle verurteilen und sagst: Später will ich mich schon wieder davon befreien? O Torheit, welche so Viele in die Hölle gestürzt hat, welche noch immer so Viele zu derselben verdammt, wie Gott selbst uns dies durch den Propheten Jesaias verkündigt: Du verließest dich auf deine Bosheit. Es wird aber über dich Unglück kommen, wovon du nicht weißt, wo es herkommt (Is. 47,10). Du hast gesündigt, indem du freventlich auf Gottes Barmherzigkeit vertraut hast, aber plötzlich wird die Strafe kommen, ohne daß du es weißt, woher. Was sagst du hierzu, mein Christ? welchen Entschluss willst du jetzt fassen?

Wenn du nach dieser Predigt dich nicht fest entschließest, dich ganz Gott zu schenken, so beweine ich dich als wie einen Verdammten. –
aus: Gesammelte Predigten des hl. Alphons Maria von Liguori, 15. Predigt, 1864, S. 141 – S. 148

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