Das Strafurteil über Eva und Adam

Das Bild zeigt die Sünde und ihre Folgen: Gottvater, ein Engel mit dem Flammenschwert zu Eva gewandt, ein anderer Engel mit einem Zweig zu Maria gewandt

Strafe der ersten Sünde und Verheißung des Erlösers

Strafurteil über Eva und Adam

(Gen. 3, 14-24)

Hatte Gott, um die unglücklichen Menschen vor Verzweiflung zu bewahren, in dem Urteil über den Satan für sie diese tröstliche Verheißung voraus geschickt, so musste doch auch seine Gerechtigkeit walten. Zu dem Verlust, den die Stammeltern bereits an der Seele erlitten hatten, fügte er deshalb wie zur äußeren Bestätigung nun auch leibliche Strafen hinzu, wie sie der Schuld eines jeden entsprachen. Gott sprach zu Weibe: „In vielen Beschwerden und in Schmerzen sollst du deine Kinder gebären und unter der Gewalt des Mannes stehen, und er wird über dich herrschen!“

Weil Eva zuerst gesündigt, trifft sie auch zuerst die Strafe. Ihr hoffärtiges Verlangen, zu sein wie Gott, wird mit demütigenden Beschwerden und Mühseligkeiten bestraft; ihre Lüsternheit nach der verbotenen Frucht mit Schmerzen; ihre Verführung des Mannes mit dessen Herrschaft über sie. Eine gewisse Unterwürfigkeit des Weibes unter den Mann war zwar schon von Anfang an vom Schöpfer gewollt und durch die schwächere Natur des aus dem Manne gebildeten Weibes angedeutet und begründet. Diese Unterwürfigkeit aber wäre wohl geordnet und für das Weib leicht und süß gewesen; dies Verhältnis ward aber von nun an durch die Sünde und Leidenschaft gestört und wurde so für das Weib zum harten und oft auch zur mühseligen Knechtschaft. Auf den Mann aber sollte die Hauptsorge für den Unterhalt der Familie fallen; und hier sollte er eine dreifache Strafe tragen: Unfruchtbarkeit der Erde, daher ferner harte Arbeit und endlich trotzdem mühevollen Kampf gegen das stets wuchernde Unkraut.

Zu Adam, als dem eigentlichen Herrn der irdischen Schöpfung, sprach Gott: „Weil du der Stimme deines Weibes Gehör gegeben und von dem Baume, von dem zu essen ich dir verboten hatte, gegessen hast, so sei die Erde verflucht um deinetwillen. Mit vieler Arbeit sollst du von ihr essen alle Tage deines Lebens. Dornen und Disteln soll sie dir tragen, und du sollst das Kraut der Erde essen. Im Schweiße deines Angesichtes sollst du dein Brot essen, bis du zur Erde wiederkehrst, von der du genommen bist; denn Staub bist du, und sollst zum Staub wiederkehren.“ (1)

Infolge dieses Fluches ging zwar nicht eine wesentliche Änderung in der Natur vor sich, so daß sie etwa jetzt erst Dornen und Disteln hervor gebracht, oder daß jetzt erst die Tiere einander getötet hätten u. dgl. (2); wohl aber trat eine Verschlechterung der Natur in Rücksicht auf den Menschen ein, derart, daß sie ihm jetzt nicht mehr vollkommen unterworfen ist. Er muss ihr mühsam und wie mit Gewalt ihre Früchte abgewinnen; es wich aus ihr jene liebliche Fürsorge Gottes, welche alle schädlichen Einflüsse der Elemente, Pflanzen und Tiere vom Menschen fern gehalten hätte; die natürliche Unterordnung und Folgsamkeit der Tiere gegen den Menschen verwandelte sich bei fast allen in Furcht und Scheu, ja bei manchen in tödliche Feindschaft. Über dies erhielt der Satan eine gewisse Gewalt, die Natur und ihre einzelnen Geschöpfe zum Schaden und namentlich zur Verführung des Menschen, ihres früheren eigentlichen Herrn, zu gebrauchen. Darum sagt der Apostel: „Das Geschöpf ist der Verderbtheit unterworfen… Wir wissen, daß alle Geschöpfe seufzen um Befreiung von der Dienstbarkeit der Verderbtheit.“ (3)

Die schwerste unter allen äußeren Strafen aber für den Menschen war der Tod. Wer je einmal am Lager eines Sterbenden gestanden und Zeuge seiner bangen Angst, seines schmerzvollen Seufzens und Stöhnens, seines letzten Röchelns gewesen, der weiß, daß der Tod etwas Schreckliches ist. Dies schreckliche Los kündigte nun Gott unserem unglücklichen Stammvater an, gemäß seiner früheren Drohung: „An dem Tage, da du davon issest, mußt du sterben.“ Im Augenblick der Sünde entzog Gott den Menschen das Gnadengeschenk der Unsterblichkeit und Leidenslosigkeit, entzog ihnen auch den Genuss vom Baum des Lebens, der bestimmt gewesen, die abnehmenden Lebenskräfte stets zu erneuern. Daher wurde von nun an der Tod in ihrem Leibe wirksam; der Leib fing daher infolge seiner natürlichen Auflöslichkeit durch Alter, mühevolle Arbeit, durch die Einflüsse der Hitze und Kälte, des Hungers und Durstes, durch Krankheiten und sonstige Leiden bereits zu sterben an. (4) Der Tod, für den Leib zwar etwas Natürliches, für die unsterbliche Seele aber , die das natürliche Bestreben hat, ihren Leib zu besitzen, etwas Widernatürliches, ward nun zur traurigen, schrecklichen Notwendigkeit (5), mit allen Krankheiten, Leiden und Schmerzen, die nur seine Vorboten sind. Leider war aber selbst dieser traurige leibliche Tod nur das Sinnbild eines noch weit schrecklicheren, des geistigen und ewigen Todes (6), dem Adam und Eva für immer verfallen wären, wenn sie nicht durch Buße bei Gott Verzeihung und Eingang in die Vorhölle gefunden hätten. (7)

„Auch machte Gott dem Adam und seinem Weibe Röcke von Tierfellen und bekleidete sie damit.“ (8) Er tat dies vor allem, damit sie auf eine der Schamhaftigkeit genügende Weise bedeckt würden, sodann um sie gegen die Unbilden der Witterung zu schützen. (9) Und er sprach: „Siehe, Adam ist geworden wie einer aus uns (10), erkennend das Gute und Böse. Nun also soll er nicht seine Hand ausstrecken und vom Baum des Lebens nehmen und essen und ewiglich leben. Und es vertrieb ihn Gott der Herr aus dem Paradies, daß er die Erde bebaue, von der er genommen ist. Also trieb Gott den Adam hinaus und stellte vor das Paradies die Cherubim mit dem feurigen, zuckenden Schwert, um den Weg zum Baum des Lebens zu bewachen.“ (11)

Die Stammeltern Adam und Eva werden aus dem Paradies vertrieben: der Engel hinter ihnen weist sie hinaus, mit der Hand und dem Finger in die Richtung; die Schlange schlängelt sich seitlich von ihnen ebenfalls aus dem Paradies

Die Cherubim sind, wie aus andern Stellen der Heiligen Schrift erhellt, einer der höchsten Chöre der Engel., majestätische Wesen, die in den Gesichten der Propheten den Thron Gottes tragen und überhaupt die Herrlichkeit des gegenwärtigen oder sich nahenden Gottes ankündigen und versinnbilden. (12). Sie erscheinen als Vertreter der Allwissenheit Gottes und als wachsame Hüter des Paradieses gegen Menschen und böse Geister. Die Gestalt, die sie annehmen, ist gewöhnlich die menschliche; so jedenfalls hier, da sie „mit flammendem Schwert“ hingestellt sind. Sie erschienen sonach den ersten Menschen in sichtbarer Gestalt und sollten sie durch ihre drohende Haltung von dem Versuch eigenmächtiger Rückkehr abschrecken.

Gott hatte viele andere Mittel, den Menschen die Frucht des Baumes des Lebens zu wehren, ja trotz etwaigen Genusses das Todesurteil aufrecht zu erhalten. Hier handelt es sich um die Feststellung, daß der Mensch das Paradies ein für allemal verwirkt hat; es wird ihm die Möglichkeit genommen, vom Baum des Lebens zu essen; nach der Meinung mancher Ausleger ist dies eine neue Barmherzigkeit Gottes gegen den Menschen. Der Mensch soll in diesem elenden Zustand nicht ewig leben, in steter Gefahr der Unbußfertigkeit, und insbesondere soll er vor einem neuen, noch gefährlicheren Betrug Satans bewahrt werden, der zu heillosem Trotz und Unbußfertigkeit führen musste. Darum wird, dem menschen sichtbar, gegen diesen und den Satan das Paradies bewacht, damit letzterer nicht wirklich oder angeblich von der Frucht des Baumes des Lebens bringe und den Menschen zum Trotz verleite; vielmehr sollte der Anblick des verlorenen Paradieses den Menschen stets aufs neue in seiner Reue und Buße bestärken. (13)

Weil Adam unser Stammvater, das Haupt des ganzen Menschengeschlechtes ist und Gott in seinem unerforschlichen Ratschluß wollte, daß die Prüfung des Stammvaters für alle Nachkommen desselben entscheide, ob sie im Glanz natürlicher Unversehrtheit und Vollkommenheit und übernatürlicher Heiligkeit und Gerechtigkeit, oder aber dieser Güter beraubt, zur Welt kommen sollten, so ging die erste Sünde Adams samt ihren Folgen auf alle Menschen über. Das bezeugt nicht bloß die göttliche Offenbarung an vielen Stellen (14), sondern auch die ganze Geschichte der Menschheit (15) und die Überlieferung aller Völker und, wenn auch unvollkommen, die Lehre der heidnischen Weltweisen. (16)

Der Fall unserer Stammeltern soll uns lehren, vor der Sünde sorgfältig auf unserer Hut zu sein, schnell die Versuchung zu fliehen, die Sinne, besonders die Augen, treu zu bewachen, unsern Willen stets unbedingt dem Willen und Gebot Gottes zu unterwerfen und uns weder durch die Einflüsterungen des Satans noch durch die Verführungen der Welt noch durch unsere eigenen bösen Begierden berücken zu lassen. Die Sünde ist ja das einzige wahre Übel, die Quelle des Unheils in der Welt, und kann auch uns nur unglücklich machen. In einem Augenblick kann sie uns die Unschuld, den Frieden, die Freudigkeit des Herzens rauben, ja uns in ewiges Verderben stürzen. – Aber auch zur Buße ermahnen uns in rührender Weise Adam und Eva durch ihre Reue, ihre Tränen, Schmerzen, Mühseligkeiten und Kümmernisse während eines langen Lebens, worin nur die Hoffnung auf den Erlöser sie aufrecht erhielt und stärkte. Der büßende Adam ist auch ein Vorbild des Erlösers. Der „unsere Krankheiten auf sich genommen und unsere Schmerzen getragen hat“ (17) In dem Schweiße, mit welchem Adam fortan die Erde, im heißen Kampf mit ihrer Unfruchtbarkeit ringend, benetzte, sehen manche heilige Väter ein Vorbild jenes blutigen Schweißes, den Jesus am Ölberg in noch heißerem Ringen vergoß, so daß derselbe in schweren Tropfen auf die Erde rann. (18) – Eva, die Mutter des Menschen-Geschlechtes, ist ein Vorbild Mariä, der wahren Mutter der Lebendigen, durch welche der Fluch, den Eva über das ganze Menschengeschlecht gebracht hatte, aufgehoben und uns der Urheber des Lebens und mit ihm das übernatürliche Leben samt allen Gnaden wieder geschenkt werde. (19)

Anmerkungen:

(1) Vers 17-19.
(2) S. Thom., S. th. 1, q. 69, a. 2 ad 2.
(3) Röm. 8, 20ff. – Durch die Beschwörungen und Segnungen der Kirche werden die Geschöpfe wieder diesem unheilvollen Einfluß des Satans entzogen; an die Stelle des göttlichen Fluches tritt wieder der göttliche Segen sowohl zum leiblichen als zum geistigen Wohl des Menschen. Vgl. Deharbe, Erklärung des kath. Katech. III, 393.
(4) Insofern erfüllte sich buchstäblich die Drohung: „Am Tage deines Essens von ihm wirst du des Todes sterben“ (2, 17; vgl. S. Thom., S. th. 2, 2, q. 164, a. 1 ad 8).
(5) Wie riesig und furchtbar hätten ohne die Notwendigkeit des Todes alle Leidenschaften und Gewalttaten sich entfalten können, alles Elend und aller Jammer auf Erden sich vermehren müssen, wenn schon die längere Lebensdauer vor der Flut so schreckliches Überwuchern der Sünde zur Folge hatte!
(6) An diese schreckliche Strafe der Sünde erinnert uns darum mit der Mahnung zur Buße die Kirche in der ergreifenden Zeremonie der Bestreuung der Asche am Aschermittwoch mit den Worten: „Gedenke, Mensch, daß du Staub bist und zum Staube wiederkehren wirst.“
(7) So müssen wir schon schließen aus der Verheißung des Erlösers, welche die Stammeltern gläubig und freudig erfaßten, wie wir daraus sehen, daß Adam jetzt, unmittelbar nach dem Todesurteil und trotz desselben, „den Namen seines Weibes Eva (Lebensspenderin) nennt, deshalb, weil sie sein sollte die Mutter aller Lebendigen“ (Vers 20). Ferner können wir es schließen aus der liebevollen Fürsorge Gottes für ihre Bekleidung. Endlich ist es auch an sich unwahrscheinlich, daß Gott, der die Menschheit erlösen wollte, das Haupt derselben dem Teufel überlassen hätte. Mit Bestimmtheit redet von ihrer Buße und Rettung die Heilige Schrift (Weish. 10, 1. 2), und bei den Vätern ist es, wie in der jüdischen und christlichen Überlieferung, die allgemeine Annahme. (Vgl. S. Aug., Ep. 164, c. 3, n. 6; De pecc. Merit. Et remiss. 1. 2, c. 34, n. 55) Dahin weist auch die Legende, der Kalvarienberg habe seinen Namen von dem dort begrabenen Schädel Adams, auf den das Blut Christi nieder träufelte. Das römische Martyrologium hat zwar ihre Namen nicht, wohl aber stehen sie in den gewöhnlichen Kalendern.
(8) Vers 21. Gott tat dies, indem er sie anleitete, wie sie sich bekleiden sollten. Die Ausdrucksweise „Gott machte“ ist dieselbe wie an vielen andern Stellen des Alten Testamentes, wo Gott zugeschrieben wird, was er durch Mittelursachen veranlaßt oder bewirkt. Es liegt also auch hier ein Anstoß nur für unwissende oder frivole Menschen vor, und die gläubigen Scholastiker, die hier an die Vermittlung der Engel dachten, verdienen den Spott nicht, womit man sie vielfach überhäuft hat.
(9) Welch rührende Fürsorge Gottes, dem in den Erweisen seiner Liebe nichts zu groß und nichts zu klein ist, offenbart sich hier in demselben Augenblick, da seine Gerechtigkeit strafen muss! Vielleicht ließ Gott unsere Stammeltern bei dieser Gelegenheit zum ersten Mal sehen, was der Tod ist, und belehrte sie zugleich über das Opfer, durch welches sie im Hinblick auf das eine wahre Versöhnungsopfer das verlorene Kleid der Gnade für ihre Seele wieder gewinnen könnten. An all das kann und soll die Kleidung auch jetzt noch uns mahnen. Sie hat sonach einen vierfachen Zweck:
1. die Notwendigkeit der Bedeckung des Körpers erinnert uns an die Sünde und den Verlust der Unschuld;
2. als Schutz gegen die Witterung erinnert sie uns an die Liebe und Güte Gottes;
3. ihr Stoff, aus dem sie zumeist gemacht ist, mahnt an den Tod durch den Tod der Tiere, von denen er genommen ist;
4. ganz besonders aber ist sie ein Sinnbild des Kleides der Gnade, das durch die Sünde verloren ging, durch Reue und Buße aber wieder gewonnen wird. (Vgl. Lk. 15, 22 im Gleichnis vom verlorenen Sohn)

(10) Über die Andeutung des Geheimnisses der heiligsten Dreifaltigkeit siehe: Die Schöpfung aus nichts
(11) Vers 22-24. Der hebräische Text dieser schwierigen Stelle kann auch so verstanden werden, daß statt des feurigen Schwertes nur von der Flamme lodernden Feuers die Rede wäre, das den Zugang zum Paradies verhinderte. Damit wäre etwa zu vergleichen, was von den Feuer-Erscheinungen am Sinai gesagt wird, die den Berg unnahbar machen (Ex. 19, 18-20). Möglich ist auch, daß dem Ausdruck „feurig zuckendes Schwert“ die Vorstellung vom zuckenden Blitzstrahl zu Grunde liegt. Man kann sich dafür auf assyrische Darstellungen berufen, auf denen der Blitz in den Händen des Gottes der Atmosphäre (Bin) unter dem Bild einer Flamme dargestellt und als „Flammenschwert“ bezeichnet wird.
(12) Ps. 17, 10. Die Ableitung des Namens ist unbekannt.
(13) Vgl. S. Thom., S. th. 1, q. 102, a. 2 ad 3; 2,2, q. 164, a. 2 ad 4. – Die symbolische Bedeutung dieser Ausschließung hebt der hl. Thomas hervor mit den Worten: „Durch die Sünde des Menschen ist die Pforte des irdischen Paradieses geschlossen worden zum Zeichen der Schließung des himmlischen Paradieses“ (S. th. 3, q. 49, a. 5).
(14) Die Heilige Schrift im Alten und Neuen Testament lehr nämlich: 1. daß alle Menschen von Geburt Sünder, Gott mißfällig, vom Himmel ausgeschlossen sind. (Vgl. Gn. 8, 21; Ps. 13, 3; Spr. 20, 9; Joh. 1, 13; 3, 3; 1. Petr. 1, 23; 1. Joh. 5, 19) – 2. Daß dies in der Abstammung von Adam seinen Grund hat. (Vgl. Job 14, 4; 15, 14; Ps. 50, 7; 2. Kor. 7, 1; Joh. 3, 36; Eph. 2, 3) – 3. Daß Adams Sünde mit ihren Folgen sich auf alle seine Nachkommen vererbt. (Vgl. Weish. 2, 23; Sir. 8, 6; 1. Kor. 15, 22; 2. Kor. 5, 14) Insbesondere heißt es (Röm. 5, 15): „Durch einen Menschen ist die Sünde in die Welt gekommen und durch die Sünde der Tod; und so ist auf alle Menschen der Tod übergegangen, weil alle in ihm (in Adam) gesündigt haben.“ Die Erklärung dieser Stelle gibt die Dogmatik, vgl. S. Thom., S. th. 1, 2, q. 81, a. 1ff; q. 82 et 83.
(15) Wohin wir in ihr blicken, finden wir das Gefühl, daß der Mensch im Stande der Ungnade Gottes zur Welt komme; überall finden wir auch Unwissenheit, Begierlichkeit und Neigung zum Bösen, Leiden der mannigfachsten Art, samt ihrem Gipfel- und Endpunkt, dem Tod.
(16) Sogar der ungläubige Voltaire musste (Phil. de l`hist.) gestehen: „Der Fall der entarteten Menschen ist die Grundlage der Götterlehre aller alten Völker.“ – … Plato erklärt (im „Timäus“) geradezu: „Die Natur und die Fähigkeiten des Menschen haben sich geändert und sind in seinem Stammvater von Anfang an verderbt worden.“ Hettinger, Apologie III, 408ff.
(17) Is. 53, 4; Mt. 8, 17.
(18) Lk. 22, 44.
(19) Eine schöne Gegenüberstellung Evas und Marias bei S. Aug., Serm. 18 de Sanct.; S. Bern., Hom. 2, sup. Missus est, in der 2. Noct. Nat. B. V. M. Und in der 3. Noct. Diei 3, infra Oct. Immac. Conc. –
aus: Schuster/Holzammer, Handbuch der Biblischen Geschichte, Bd. I, Altes Testament, 1910, S. 183 – S. 188

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