Weise Worte des hl Paschalis Baylon

Christus sitzt in der Mitte, Löwe und Stier zu seinen Füßen, die Heiligen aus den Orden und Jungfrauen stehen in der oberen Reihe, in der unteren Reihe knien heilige Kinder und Ehepaare

Der heilige Paschalis kniet in seinem Mönchsgewand auf dem Boden, vor ihm liegt der Reisestock und der Hut; er schaut auf eine Monstranz, die er in den Wolken sieht; zwei Engelköpfe sind in den Wolken über ihm

Weise Worte des heiligen Paschalis Baylon

zur Beherzigung

Paschalis pflegte zu sagen: „Gegen Gott soll man sich verhalten, wie ein gehorsames Kind; gegen den Nächsten wie eine liebreiche Mutter; gegen sich selbst aber wie ein strenger Richter.“ Dieses war die Lehre, nach welcher er selbst sein Leben einrichtete und zu großer Heiligkeit gelangte.

Richtest du auch dein Leben danach ein? Ach, gar viele zeigen im Werke, daß sie einer ganz entgegen gesetzten Lehre folgen! Sie sind nicht gehorsam gegen Gott, übertreten dessen Gebote ohne Scheu und fast ohne Zahl. Sie achten dessen Ermahnungen und Drohungen nicht. Gegen den Nächsten sind sie hart und unbarmherzig. Wo sie helfen könnten, tun sie es doch nicht, ja verfolgen und unterdrücken sogar denselben. Sich selbst aber sehen sie alles durch die Finger; legen alles zum besten aus; suchen in allem ihre Gemächlichkeit. Sie wollen sich in keiner Sache Gewalt antun, oder ihre begangenen Sünden durch Bußwerke bestrafen. Nur was das Fleisch oder die Sinnlichkeit verlangt, nach dem trachten sie, und zeigen Abscheu vor allem dem, was nur den Schein einer Abtötung hat. Solche wandeln auf dem breiten Weg zur Hölle, wie Jesus selbst sagt.

Beherzige zur Nachfolge auch nachstehende Worte des heiligen Paschalis:

„Du musst deine Sachen mit Gott geordnet haben, und deine Seele muss immer auf die Todesstunde bereit sein. Auf dreifache Weise sollen wir uns immer an Gott erinnern: die Werke der Schöpfung erinnern uns an seine Allmacht, die der Erlösung an Gottes Weisheit und Barmherzigkeit, und die Werke der Vergeltung und Verherrlichung an Gottes Güte. Die erste Erinnerung bezieht sich auf den Vater, die zweite auf den Sohn, die dritte auf den heiligen Geist. – Gott schickt uns Krankheiten, damit wir an ihn denken. – Das Reich Gottes in uns ist Gerechtigkeit, Friede und Freude im heiligen Geist, lehrt der hl. Apostel Paulus. Dasselbe will auch Jesus sagen durch die Worte: Das Reich Gottes ist in euch. Unter Gerechtigkeit wird ein Leben nach der Lehre und dem Beispiel Jesu verstanden. Ohne ein solches Leben erlangt der Mensch nicht den inneren Frieden, und dort nicht die Seligkeit des Himmels.“ –
aus: Wilhelm Auer, Kapuzinerordenspriester, Goldene Legende Leben der lieben Heiligen Gottes auf alle Tage des Jahres, 1902, S. 366 – S. 367

Bildquellen

  • auer-heiliger-paschalis-baylon: Bildrechte beim Autor
  • Bitschnau Das Fest Der Heiligen: Bildrechte beim Autor

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