Päpstliche Verurteilungen der Freimaurerei

Hut, bischöflicher Krummstab, Kleidungsstücke eines Papstes

Auszüge verschiedener katholischer Verurteilungen der Freimaurerei durch die Päpste

Papst Clemens XII. Verbot der Unterstützung der Freimaurerei

…Nachdem wir den Rat einiger Unserer Ehrwürdigen Brüder unter den Kardinälen der Heiligen Römischen Kirche eingeholt haben, und auch aus eigenem Antrieb und mit gewissem Wissen und reifen Überlegungen, mit der Fülle der apostolischen Macht, bestimmten wir daher hiermit und haben verfügt, daß eben diese Gesellschaften, Gruppen, Versammlungen, Treffen, Gemeinschaften oder Konventikel von Liberi Muratori oder Francs Massons, oder wie auch immer sie sonst heißen mögen, sind zu verurteilen und zu verbieten, und durch Unsere gegenwärtige Verfassung, die für immer gültig ist, verurteilen und verbieten Wir sie.

Darum gebieten Wir strengstens und kraft heiligen Gehorsams allen Gläubigen, gleich welchen Standes, Grades, Zustandes, welcher Ordnung, Würde oder Vorrangstellung, ob klerikal oder Laie, säkular oder regular, auch denjenigen, die Anspruch auf besondere und individuelle Erwähnung haben, daß niemand, unter welchem Vorwand oder aus welchem Grund auch immer, es wagen oder sich anmaßen darf, in diese vorgenannten Gesellschaften der Liberi Muratori oder Francs Massons einzutreten, sie zu propagieren oder zu unterstützen, oder wie auch immer sie gerufen werden, oder sie in ihren Häusern oder Wohnungen zu empfangen oder sie zu verstecken, unter ihnen eingeschrieben zu sein, sich ihnen anzuschließen, mit ihnen anwesend zu sein, ihnen Macht oder Erlaubnis zu geben, sich anderswo zu treffen, ihnen in irgendeiner Weise zu helfen, ihnen in irgendeiner Weise Rat, Ermutigung oder Unterstützung zu geben, sei es offen oder geheim, direkt oder indirekt, allein oder durch andere; noch sollen sie andere drängen oder es ihnen sagen, sie aufstacheln oder überreden, sich in solche Gesellschaften einzuschreiben oder zu ihnen zu zählen oder ihnen in irgendeiner Weise beizustehen oder sie in irgendeiner Weise zu unterstützen; sondern sie müssen sich von solchen Gesellschaften, Gruppen, Versammlungen, Treffen, Gemeisnchaften oder Konventikeln völlig fernhalten, unter Androhung der Exkommunikation für alle oben genannten Personen, die durch die Tat selbst verursacht wird, ohne daß eine Erklärung erforderlich ist, und von der niemand die Absolution erhalten kann, außer in der Stunde des Todes, außer durch Uns selbst oder durch den damaligen Römischen Pontifex. (Papst Clemens XII., Bulle in Eminenti)

Papst Leo XII. Fürchtet ihre perverse Doktrin

Machen Sie sich selbst ein Bild davon, welche Täuschungen die Sekten begehen und mit wie viel Fleiß sich die [Katholiken] vor ihnen und ihrem gesellschaftlichen Umgang hüten müssen. Laßt sie ihre perverse Lehre fürchten, die die heiligsten Geheimnisse unserer Religion und die reinsten Gebote Christi verspottet und die jede legitime Macht angreift, während ihr als ihre Vorbilder und Lehrer fungiert. Und schließlich laßt Uns euch ermahnen mit den Worten Unseres Vorgängers Clemens XII. in seiner Enzyklika an alle Patriarchen, Primaten, Erzbischöfe, Bischöfe der katholischen Kirche vom 14. September 1758: „Ich bete, daß Wir erfüllt werden mit der Kraft des Geistes des Herrn, mit Unterscheidungs-Vermögen und mit Tugend, damit Wir nicht wie dumme Hunde, die nicht die Kraft haben zu bellen, bezahlen müssen, daß Unsere Herden wie Plünderungen und Unsere Schafe wie Futter für die Tiere auf dem Feld sind. Und nichts soll Uns davon abhalten, Uns allen Kämpfen zur Ehre Gottes und zur Rettung der Seelen hinzugeben. Laßt Uns Ihn betrachten, der so großen Widerspruch gegen sich selbst durch Sünder erfahren hat. Wenn Wir aber die Kühnheit der Bösen fürchten, so ist sie von der Kraft des Episkopats und von der erhabenen und göttlichen Macht, die Kirche zu regieren; aber Wir sind auch nicht in der Lage, viel länger vorhanden zu sein oder länger Christen zu sein, wenn es so weit gekommen ist, dass Wir uns vor den Drohungen oder den Kunstgriffen der Zerstörer fürchten“. (Papst Leo XII., Enzyklika Quo Graviora)

Pius VIII. Warnung vor der Freimaurerei, die die Jugend verführt

Wir möchten Sie über einen weiteren Geheimbund informieren, der vor nicht allzu langer Zeit für die Korruption von Jugendlichen organisiert wurde, die in den Turnhallen und Lyzeen unterrichtet werden. Ihre listige Absicht ist es, böse Lehrer zu engagieren, um die Schüler auf den Pfaden des Baal zu führen, indem sie ihnen unchristliche Lehren vermitteln. Die Täter wissen sehr wohl, daß der Verstand und die Moral der Schüler von den Geboten der Lehrer geprägt sind. Ihr Einfluss ist bereits so überzeugend, dass jegliche Furcht vor der Religion verloren gegangen ist, jegliche Disziplin der Moral aufgegeben wurde, die Heiligkeit der reinen Lehre angefochten und die Rechte der heiligen und der bürgerlichen Mächte mit Füßen getreten wurden. Sie schämen sich auch nicht für irgendwelche schändlichen Verbrechen oder Fehler. Wir können wirklich mit Leo dem Großen sagen, daß für sie „Gesetz Irrelevanz ist, Religion der Teufel, Opfer Schande“. Vertreibt diese Übel aus euren Diözesen. Streben Sie danach, nicht nur gelehrte, sondern auch gute Männer für die Ausbildung unserer Jugend einzusetzen. (Papst Pius VIII., Enzyklika Traditi Humilitati, Nr. 7)

Papst Gregor XVI. Diese Sekte pervertiert die katholische Lehre und verbreitet Irrtümer aller Art

Jetzt ist wirklich die Zeit, in der die Mächte der Finsternis die Auserwählten wie Weizen sieben [Lk 22:53]…. Wir sprechen von den Dingen, die Ihr mit euren eigenen Augen seht, die Wir gemeinsam beklagen. Die Verderbtheit jubelt; die Wissenschaft ist unverschämt; die Freiheit ist ausschweifend. Die Heiligkeit des Heiligen wird verachtet; die Majestät der Gottesverehrung wird nicht nur von bösen Menschen missbilligt, sondern verunreinigt und verspottet. Daher wird die gesunde Lehre pervertiert und Irrtümer aller Art kühn verbreitet. Die Gesetze des Heiligen, die Rechte, Institutionen und Disziplin – niemand ist vor der Kühnheit derer sicher, die Böses reden. Unser römischer Stuhl wird gewaltsam bedrängt, und die Bande der Einheit werden täglich gelockert und durchtrennt. Die göttliche Autorität der Kirche wird bekämpft und ihre Rechte werden abgeschafft. Sie ist der menschlichen Vernunft unterworfen und mit der größten Ungerechtigkeit dem Hass des Volkes ausgesetzt und zu abscheulicher Knechtschaft degradiert. Der den Bischöfen gebührende Gehorsam wird verweigert, und ihre Rechte werden mit Füßen getreten. Darüber hinaus erklingen in den Akademien und Schulen neue, ungeheuerliche Meinungen, die den katholischen Glauben offen angreifen; dieser schreckliche und ruchlose Krieg wird offen und sogar öffentlich geführt. So wird durch Institutionen und durch das Beispiel der Lehrer der Geist der Jugend korrumpiert und der Religion ein gewaltiger Schlag versetzt und die Perversion der Moral verbreitet. So werden die Zwänge der Religion abgeworfen, an denen allein die Königreiche stehen. Wir sehen die Zerstörung der öffentlichen Ordnung, den Sturz der Fürstentümer und den Umsturz aller legitimen Macht nahen. In der Tat hat diese große Masse von Katastrophen ihren Anfang in den ketzerischen Gesellschaften und Sekten genommen, in denen sich alles, was frevelhaft, berüchtigt und blasphemisch ist, als Bilgenwasser im Laderaum eines Schiffes versammelt hat, eine erstarrte Masse allen Schmutzes. (Papst Gregor XVI., Enzyklika Mirari Vos, Nr. 4-5)

Pius IX. Die geheimen Sekten sind aus der Finsternis

Ihr wisst bereits gut, ehrwürdige Brüder, mit welchen anderen unheilvollen Irrtümern und Betrügereien die Söhne dieser Welt auf das Bitterste versuchen, die katholische Religion und die göttliche Autorität der Kirche und ihrer Gesetze anzugreifen. Sie würden sogar die Rechte sowohl der heiligen als auch der zivilen Macht mit Füßen treten. Denn dies ist das Ziel der gesetzlosen Aktivitäten gegen diesen römischen Stuhl, in den Christus das uneinnehmbare Fundament seiner Kirche gelegt hat. Dies ist das Ziel jener geheimen Sekten, die aus der Finsternis hervorgegangen sind, um sowohl das heilige als auch das bürgerliche Gemeinwesen zu zerstören und zu verwüsten. Diese sind mit wiederholtem Gräuel in den Apostolischen Schreiben der römischen Päpste, die Uns vorausgingen, verurteilt worden. Wir bestätigen sie nun mit der Fülle Unserer apostolischen Macht und gebieten, daß sie mit größter Sorgfalt beachtet werden. (Papst Pius IX., Enzyklika Qui Pluribus, Nr. 13)

Leo XIII. Die Hauptdogmen der Freimaurerei sind gegen die Vernunft

Zu diesem Zeitpunkt jedoch scheinen sich die Partisanen des Bösen zusammen zu schließen und mit vereinter Vehemenz zu kämpfen, angeführt oder unterstützt von der stark organisierten und weit verbreiteten Vereinigung der Freimaurer. Sie machen keinen Hehl mehr aus ihren Absichten und erheben sich nun mutig gegen Gott selbst. Sie planen die Zerstörung der heiligen Kirche öffentlich und offen, und zwar mit dem gesetzten Ziel, die Nationen der Christenheit, wenn möglich, von den Segnungen, die sie durch Jesus Christus, unseren Erlöser, für uns erlangt haben, völlig zu berauben….
Denn sobald die Verfassung und der Geist der freimaurerischen Sekte durch offenkundige Anzeichen ihres Handelns, durch die Untersuchung ihrer Ursachen, durch die Veröffentlichung ihrer Gesetze, ihrer Riten und Kommentare, oft unter Hinzufügung des persönlichen Zeugnisses derer, die sich im Geheimen aufhielten, eindeutig entdeckt wurden, hat dieser apostolische Stuhl die Sekte der Freimaurer angeprangert und ihre Verfassung öffentlich als gesetzes- und rechtswidrig erklärt, und zwar nicht weniger schädlich für das Christentum als für den Staat; und verbot jedermann, in die Gesellschaft einzutreten, unter den Strafen, die die Kirche außergewöhnlich schuldigen Personen aufzuerlegen pflegt….

Ihre Hauptdogmen stehen in so großem und offenkundigem Widerspruch zur Vernunft, daß nichts perverser sein kann. Der Wunsch, die Religion und die Kirche zerstören zu wollen, die Gott selbst errichtet hat und deren Fortbestand er durch seinen Schutz sichert, und nach achtzehn Jahrhunderten die Sitten und Gebräuche der Heiden zurückzubringen, ist ein Zeichen von Torheit und kühner Gottlosigkeit. Es ist weder weniger schrecklich noch erträglicher, daß sie den Nutzen zurückweisen, den Jesus Christus so barmherzig erlangt hat, nicht nur für den Einzelnen, sondern auch für die Familie und für die Zivilgesellschaft, einen Nutzen, der selbst nach dem Urteil und dem Zeugnis der Feinde des Christentums sehr groß ist. In diesem wahnsinnigen und bösen Unterfangen können wir beinahe den unerbittlichen Hass und den Geist der Rache sehen, mit dem Satan selbst gegen Jesus Christus entflammt ist. – So führt auch das fleißige Bemühen der Freimaurer, die wichtigsten Grundlagen von Gerechtigkeit und Ehrlichkeit zu zerstören und mit denen zusammen zu arbeiten, die zu tun wünschten, als ob sie bloße Tiere wären, was ihnen gefällt, nur zu dem schimpflichen und schändlichen Ruin der menschlichen Rasse. (Papst Leo XIII., Enzyklika Humanum Genus, Nr. 2,6,24)

Papst Leo XIII. Die Freimaurerei will das Papsttum zerstören

Und da es die besondere und ausschließliche Pflicht der katholischen Kirche ist, die von Gott empfangenen Wahrheiten vollständig in Worte zu fassen, neben anderen göttlichen Hilfen zum Heil die Autorität ihres Amtes zu lehren und diese mit vollkommener Reinheit zu verteidigen, richtet sich die Wut und der Angriff der Feinde in erster Linie gegen die Kirche. …

Aber gegen den Apostolischen Stuhl und den Papst richtet sich die Auseinandersetzung dieser Feinde schon seit langem. Der Pontifex wurde zunächst aus fadenscheinigen Gründen aus dem Bollwerk seiner Freiheit und seines Rechts, dem bürgerlichen Fürstentum, hinausgestoßen; bald wurde er zu Unrecht in einen Zustand getrieben, der wegen der von allen Seiten aufgeworfenen Schwierigkeiten unerträglich war; und nun ist die Zeit gekommen, wo die Partisanen der Sekten offen erklären, was sie lange Zeit im Verborgenen untereinander ausgeheckt haben, daß die heilige Macht der Päpste abgeschafft und das Papsttum selbst, gegründet durch göttliches Recht, völlig zerstört werden muss. Wenn andere Beweise fehlten, würde diese Tatsache durch das Zeugnis gut informierter Männer hinreichend offenbart, von denen einige zu anderen Zeiten und wieder andere in jüngster Zeit erklärt haben, daß es für die Freimaurer zutrifft, daß sie besonders die Kirche mit unversöhnlicher Feindseligkeit angreifen wollen und daß sie niemals ruhen werden, bis sie alles zerstört haben, was die höchsten Päpste um der Religion willen errichtet haben.

Wenn denjenigen, die als Mitglieder aufgenommen werden, nicht befohlen wird, durch irgendeine Form von Worten den katholischen Lehren abzuschwören, ist diese Unterlassung, die so weit davon entfernt ist, den Plänen der Freimaurer zuwider zu laufen, für ihre Zwecke nützlicher. Erstens können sie auf diese Weise die Einfältigen und Unbedachten leicht täuschen und eine weitaus größere Zahl von ihnen dazu bewegen, Mitglied zu werden.

Noch einmal: Da alle, die sich selbst anbieten, empfangen werden, was auch immer ihre Religionsform sein mag, lehren sie damit den großen Irrtum dieses Zeitalters – daß die Achtung vor der Religion als eine indifferente Angelegenheit angesehen werden sollte und daß alle Religionen gleich sind. Diese Art der Argumentation ist darauf angelegt, alle Formen der Religion, insbesondere die katholische Religion, die, da sie als einzige wahr ist, nicht ohne große Ungerechtigkeit anderen Religionen lediglich gleichgestellt werden kann, in den Ruin zu treiben. (Papst Leo XIII., Enzyklika Humanum Genus, Nr. 12,15-16)

Leo XIII. Die Freimaurerei ist Feind Gottes und Feind der Kirche

Laßt Uns Euch dann die Freimaurerei als Feind Gottes, der Kirche und des Landes zeigen. Erkennt es ein für allemal als solches an, und mit allen Waffen, die Vernunft, Gewissen und Glaube in Eure Hände legen, verteidigt Euch gegen einen so stolzen Feind. Laßt Euch von seiner anziehenden Erscheinung nicht täuschen oder von seinen Verheißungen verführen; laßt Euch nicht von seinen Verlockungen verführen oder von seinen Drohungen erschrecken. Erinnert Euch daran, daß Christentum und Freimaurerei tatsächlich unversöhnlich sind, so daß die Verbindung des einen mit der Scheidung des anderen einhergeht. Ihr könnt, geliebte Kinder, diese Unvereinbarkeit zwischen Katholiken und Freimaurern nicht länger ignorieren: Unsere Vorgänger haben euch offen gewarnt, und Wir haben diese Warnung lautstark wiederholt.

Diejenigen, die durch ein größeres Unglück einer dieser Gesellschaften des Verderbens ihren Namen gegeben haben, sollten wissen, daß sie strikt verpflichtet sind, sich von ihr zu trennen. Andernfalls müssen sie von der christlichen Gemeinschaft getrennt bleiben und ihre Seele jetzt und für die Ewigkeit verlieren. Eltern, Lehrer, Taufpaten und alle, die sich um andere kümmern, sollten auch wissen, daß eine strenge Pflicht sie dazu verpflichtet, ihre Schützlinge von dieser schuldigen Sekte fernzuhalten oder sie aus ihr heraus zu ziehen, wenn sie bereits eingetreten sind. (Papst Leo XIII., Enzyklika Custodi di Quella Fede, Nr. 10-11)

siehe auch die folgenden Beiträge über die Freimaurerei:

Franz Ser. Hattler SJ: Ein Katholik kann kein Freimaurer sein

Ludwig von Hammerstein SJ: Freimaurerei ist organisierter Abfall von Gott

Albert Maria Weiß OP: Der Geheimbund der Freimaurerei

E. Cahill SJ: Freimaurerei und Antichristliche Bewegung Teil 1 bis 15

Bildquellen

  • Bitschnau Paepstliche Insignien: Bildrechte beim Autor

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