Fegefeuer Wir sollen zu helfen suchen

Das Fegefeuer

Wir sollen zu helfen suchen, und wodurch

Den Seelen bringen wir jährlich an einem bestimmten Tage Linderung.
Tertullian. de corona milit.

Mögen die Irrlehrer dagegen einwenden, was sie wollen, es ist ein sehr alter Gebrauch der Kirche: für die Verstorbenen zu beten und zu opfern.
Augustin. de haeresib. 53.

Ich bete für die Abgestorbenen, damit, wenn sie einst im ewigen Himmelreich sein werden, sie es nicht versäumen, auch für mich zu beten.
Augustin. de civ. Dei, lib. XXI. cap. 10.

Den Verstorbenen muss man zu Hilfe kommen, nicht mit Tränen, sondern mit Gebet, mit Almosen und Opfern.
Chrysostomus hom. 40. in ep. I. ad Corinth.

In den Gebeten des Priesters, welche am Altar verrichtet werden, empfiehlt man Gott auch die Abgestorbenen.
August. de cura mortuor

Der Gebrauch, für die Toten zu beten, ist uns von den ersten Jüngern Jesu überbracht worden.
Gregor. Nyss. orat. pro mort.

Legt den Leib hin, wo ihr immer wollt, das laßt euch wenig angelegen sein! Nur um das bitte ich euch, daß ihr, wo ihr auch immer sein möget, am Altar des Herrn meiner eingedenk sein wollet.
Verba moritur. Monicae ap. Augustin. in confess. lib. IX.

Aus guten Gründen haben die Apostel angeordnet, daß in dem heiligen Messopfer ein Andenken an die Toten gemacht werde, denn sie wußten wohl, wie nützlich dies den Toten sei.
Chrysost. ad pop. Antioch.

Das unblutige Opfer ist ein Versöhnungsopfer für die Toten.
Gregor. M.

Die Apostel haben es verordnet, daß man in diesen ehrfurchtsvollen Geheimnissen der Verstorbenen gedenke.
Chrysostomus ad pop. Antioch.

Wir glauben, daß den Seelen im Fegefeuer durch die Gebete der Gläubigen, besonders aber durch das heilige Messopfer kann geholfen werden.
Conc. Trident. sess. 22. cap. 2. de S. Miss.

Es läßt sich nicht leugnen, daß den Seelen der Verstorbenen durch die Frömmigkeit ihrer noch lebenden Freunde Milderung werden könne, indem für sie das Opfer des Mittlers dargebracht, oder Almosen in der Kirche gespendet werden. Aber dieses nützt nur denen, die es in ihrem Leben verdient haben, daß es ihnen nützlich werden könne.
Augustinus in enchirid. cap. 30.

Denen, welche die Opfer und Almosen nützen, nützen sie entweder dazu, daß sie volle Vergebung erhalten, oder daß ihnen ihre Strafe gemildert werde.
August. loc. cit.

Die Hilfe (durch Opfer und Almosen) nützt nicht allen. Warum aber nicht allen? Offenbar darum, weil nicht alle im Leben dieser Hilfe sich wert gemacht haben. Wenn also die Opfer des Altares oder die Opfer des Almosens für alle getauften Glieder dargebracht werden, so sind sie in Hinsicht … auf die nicht sonderlich Bösen, Versöhnungen.
Augustinus loc. cit.

Das Messopfer nützt allen, welche schon im Herrn gestorben sind, aber noch nicht vollkommen gebüßt haben.
Cyprian. lib. I. ep. 2. ad Clerum et plebem Furn.

aus: Bernardin Thuille, Ord. fr. Capuc., Patristisches Handbuch, Eine Sammlung vieler Stellen für die vorzüglichsten Glaubens- und Sittenlehren der katholischen Erblehre aus den Schriften heiliger Kirchenväter und kirchlicher Schriftsteller, 1888, S. 141 -S. 142

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