Unbefleckte Empfängnis ein Stein des Anstoßes

Die Unbefleckte Empfängnis, die Gottesmutter Maria, steht mit gefalteten Händen und mit einem Fuß auf der Schlange, zwei Engel halten eine Art Mantel hinter ihr als königliches Zeichen; links sieht man Adam und Eva die Hände ausgebreitet zu ihr hingewandt; auf der rechten Seite ist der Teufel mit seiner Forke zu sehen, der sich furchtsam abwendet

Maria die Unbefleckte schwebt auf den Halbmond stehend in hellem Licht, zwei Engel mit Schwertern und gekreuzter Klingen halten die Schlange zurück vor der Lilie, das Sinnbild der Keuschheit und Unbeflecktheit

Die Unbefleckte Empfängnis ein Stein des Anstoßes

Das Dogma der Unbefleckten Empfängnis Marias ein Ärgernis für Freigeister

Keine katholische Glaubenslehre, die Lehre von der Unfehlbarkeit des päpstlichen Lehramtes ausgenommen, ist heutzutage den Un- und Irrgläubigen, den Freimaurern ein solcher Dorn im Auge, als die Lehre von der Unbefleckten Empfängnis. Daher können sie denn auch nicht fertig werden, diese so einfache, vernünftige Lehre mit ihrem Spott und Hohn zu verlästern und besonders den hochseligen Papst Pius IX. zu begeifern, weil er es war, der diese Lehre feierlich der ungläubigen Welt verkündet, weil es es war, der Maria so hoch geehrte und verherrlicht hat. Ja, das kann der Teufel dem Heiligen Vater niemals verzeihen, daß er die so hoch gestellt, die ihm den Kopf zertreten. Darum sann er denn seit dem 8. Dezember 1854 Tag für Tag auf Rache, und wir müssen gestehen, er hat diese Rache an dem Heiligen Vater und an der Kirche Gottes so roh, so gemein, so brutal geübt als ihm nur gegönnt war: er hat alle seine Helfer und Helfershelfer aufgeboten, ihm Rache zu verschaffen, und sie arbeiten unerhört drauflos. Aber was es immer auch um diese Rache des Satans und seines Anhanges sein mag, gegen die unbefleckt Empfangene werden ihre Anschläge zunichte. –

Es war im Jahre 1854, ein Tag nach der Verkündigung der Unbefleckten Empfängnis, am 9. Dezember, nachmittags, da saß zu Salzburg im Gasthaus zu den drei Alliierten ein reicher Großhändler bei großer Gesellschaft und spottete in so frevelhafter Weise über die unbefleckte Gottesmutter und das Tags vorher gefeierte Fest, daß die Wirtin ihm Schweigen gebieten musste. Er stieg sofort auf sein Pferd und ritt davon. In der Vorstadt Nonnthal zu Salzburg aber steht, wie zu München und Innsbruck, eine hohe steinerne Mariensäule; an dieser musste der Kaufmann mit seinem Pferd vorbei. Dieses, ein sanftes, stilles, ruhiges Pferd, wird da auf einmal scheu und schleudert den Frevler mit solcher Gewalt an das Muttergottes-Bild, daß er zweimal den Arm brach, die Hirnschale einschlug und nach drei Tagen bewußtlos starb. Die Tatsache ist bestätigt.

Nun seht, die Unbefleckte Empfängnis Marias ist und bleibt ein solcher Stein, an dem sich alle, die gegen sie ankämpfen, am Ende den Hirnschädel einstoßen, und das von Gottes und Rechts wegen; denn unser Heiland, der da sitzt zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters, ist noch heute mächtig genug, die frevelhaft angegriffene Ehre seiner Mutter zu verteidigen und seine und ihre Feinde zuschanden zu machen. Wer also katholisch sein und bleiben will, der glaube nur fest und freudig an die Unbefleckte Empfängnis Marias und mache sich dieselbe seiner Seele zunutze. –
aus: Philipp Hammer, Marien-Predigten, 1909, S. 16 – S. 17

Bildquellen

  • Hattler Maria Immaculata: Bildrechte beim Autor
  • Bitschnau Die Unbefleckte Empfaengnis Mariae: Bildrechte beim Autor

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