Heiliger Anastasius Blutzeuge Christi

Christus mit dem Buch des Lebens in der Mitte, links der heilige Joseph mit der Lilie sowie den heiligen Mönchen; rechts sind die heiligen Jungfrauen, vorne knien auf der linken Seite Jünglinge und ein Mann, rechts Mädchen und eine Frau, Christus anbetend

Heiligenkalender

22. Januar

Der heilige Anastasius Blutzeuge Christi

Der heilige Anastasius, ebenfalls ein berühmter Blutzeuge Christi, wurde in Persien von heidnischen Eltern geboren. Der Vater hatte sich der Zauberkunst ergeben und seinen Sohn in derselben unterwiesen. Chosroes, König von Persien, hatte damals das heilige Kreuz aus Jerusalem gewaltsam weggenommen und nach Persien überbracht. Die vielen Wunder, die hierbei geschahen, erregten das Erstaunen des jungen Magundat, der sehnlichst zu wissen verlangte, woher dieses Kreuz komme; wer derjenige gewesen, der an demselben gestorben, und warum es von den Christen geehrt werde. Später kam er nach Jerusalem und nahm seine Herberge bei einem christlichen Goldschmied. Hier gingen ihm die Augen auf; er erkannte Christus, begehrte und erhielt den Unterricht in der Lehre Jesu, die heilige Taufe und den Namen Anastasius (der Auferstandene). Bald darauf begab er sich in ein Kloster der Basilianer – nach anderen war es ein Karmelitenkloster – und lebte hier sieben Jahre lang mit großem Ruhm der Heiligkeit. Seine liebste Beschäftigung war das Lesen der Lebensbeschreibungen der heiligen Märtyrer.

Als er hörte, daß damals zu Cäsarea die Christen sehr hart verfolgt wurden, reiste Anastasius mit Erlaubnis seines Oberen in jene Stadt. Kaum war er daselbst angelangt, so wurde er als Christ erkannt, gefangen genommen, mit Ketten beladen und in einen schmutzigen Kerker geworfen. Nach einigen Tagen ließ ihn der Statthalter zu sich führen und befahl ihm, Christus zu verleugnen. Als der Heilige sich dessen weigerte, ließ er ihn auf der Erde ausspannen und solange auf das grausamste schlagen, bis die Schergen ganz ermüdet waren. Dann trug man ihn, am ganzen Leib zerfleischt, in den Kerker, wo man glaubte, daß er sein bald endigen würde. Es geschah aber das Gegenteil. Der heilige Anastasius brachte die Nacht im Lobe Gottes zu, der ihn wunderbar heilte. Als der Statthalter dieses mit größter Verwunderung gesehen hatte, schickte er den Anastasius zum König selbst nach Persien. Dieser ließ ihn nach vielen Martern mit siebzig Anderen enthaupten 628. –
aus: Wilhelm Auer, Kapuzinerordenspriester, Goldene Legende Leben der lieben Heiligen Gottes auf alle Tage des Jahres, 1902, S. 52

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