Wirkungen des Weihwassers

Ein Engel mit einem Weihwasserbecken

Beispiele wundersamer Wirkungen des Weihwassers

Böse Geister fliehen vor dem Weihwasser

Einst befand sich die hl. Theresia, wie sie selbst erzählt, in der Kirche. Da erschien ihr der Teufel in schrecklicher Gestalt und sprach drohende Worte gegen sie aus. Die Heilige bezeichnete sich mit dem Kreuzzeichen. Daraufhin verschwand der böse Geist, kam aber bald wieder. Dann nahm sie Weihwasser und sprengte es gegen den Ort, wo er stand. Jetzt floh er und kam nicht mehr zurück. „Oft habe ich erfahren“, so fügt sie bei, „daß die bösen Geister vor dem Weihwasser mehr fliehen als vor anderen Dingen und nicht so leicht wiederkommen. Ich fühle, so oft ich es nehme, stets einen besonderen Trost.“

Bekehrung eines Kranken nach der Besprengung mit Weihwasser

Ein Jesuitenmissionar wurde, als er am Gründonnerstag vor dem heiligsten Sakrament seine Anbetung hielt, zu einem Schwerkranken gerufen, der den Glauben verloren und seit Jahren nicht mehr gebeichtet hatte. Jetzt wollte derselbe sich mit Gott aussöhnen. Als aber der Missionar kam, ließ ihm der Kranke schon gleich an der Türe mitteilen, wer wolle nicht mehr beichten und fühle sich auch ganz außerstande dazu. Allein der Priester ließ sich dadurch nicht abschrecken; er wartete im Vorzimmer und betete für den Kranken zum hl. Joseph, dem Patron eines guten Todes. Von Zeit zu Zeit ließ er den Kranken durch dessen Angehörigen erinnern, daß er noch da sei und darauf wartete, seine Beichte zu hören. Allein der Kranke ließ ihm zurückmelden, er werde unter keinen Umständen beichten; der Pater möge nur heimkehren. Dieser blieb und verlor das Vertrauen nicht. Da kam ihm plötzlich wie auf höhere Eingebung der Gedanke, Weihwasser gegen das Zimmer des Kranken zu sprengen und dem Satan im Namen Gottes zu befehlen, von dort zu weichen. Kaum war dies geschehen, so ließ der Kranke den Priester kommen, empfing mit größter Bereitwilligkeit die hl. Sakramente und erbaute während der paar Stunden, die er noch lebte, alle Anwesenden durch seine Frömmigkeit und Hingabe an den Willen Gottes. (Lettres de Mold 1881.) –
aus: P. Joseph Deharbes größere Katechismuserklärung, 3. Band, 1912, S. 555 – S. 556

Wunder zur Bekehrung durch Anwendung von Weihwasser

So berichtet P. Alexander von Rhodes aus der Gesellschaft Jesu (*) als Augenzeuge von vielen außerordentlichen Taten, welche Gott durch die eifrigen Neubekehrten von Tonkin vollbrachte. „Neben den inneren Gnaden-Erweisungen“, schreibt er, „welche bei dem schönen Werk der Bekehrung so vieler Heiden wirksam waren, trugen auch die unaufhörlichen Wunder der Neubekehrten zum Wachstum dieser Kirche sehr viel bei. Ich sage unaufhörliche Wunder, weil in der Tat deren Zahl so groß gewesen ist, daß sich unsere Katecheten nicht mehr die Mühe nahmen, dieselben zu zählen. Ich weiß, wie groß die Sünde jener ist, welche falsche Wunder erdichten oder erzählen, und Gott bewahre mich vor solchem Treiben; aber ich kann in Wahrheit sagen, was ich gesehen habe, und was mir jene, bei denen das Wunderbare geschehen war, erzählten.

Diese guten Christen trieben gewöhnlich mit dem Kreuz und dem Weihwasser die Teufel aus und heilten alle Arten von Krankheiten. Indem sie vier bis fünf Tropfen dieses Wassers zu trinken gaben, heilten sie mehrere Blinde und erweckten zwei Tote. Ein heidnischer Herr, dessen Frau Christin war, kam und bat mich, einige meiner Christen in einen Marktflecken zu schicken, wo viele seiner Untertanen schwer krank waren, so daß jeden Tag der eine oder der andere dahinstarb. Ich sandte sechs Katecheten dahin mit dem ganz besonderen Befehl, durchaus nichts anzunehmen, was man ihnen für die geheilten Krankheiten anbieten möchte.

Sie reisten ab mit ihren Waffen in der Hand, um den Teufel, welchen man für die Ursache dieser Krankheit hielt, zu bekriegen. Ihre Rüstung war ein Kreuz, das Weihwasser, der geweihte Palmzweig, eine geweihte Wachskerze und das Bild der allerseligsten Jungfrau, das ich ihnen bei der Taufe gegeben hatte. Sie zogen hin, pflanzten Kreuze am Anfang, in der Mitte und am Ende des Ortes auf, besuchten die Kranken, verrichteten ein Gebet, gaben einige Tropfen Weihwasser zu trinken; und in nicht ganz acht Tagen heilten sie 272 Kranke. Der Ruf hiervon verbreitete sich im ganzen Königreich. Der Grundherr des Fleckens kam und dankte mir unter einem Strom von Tränen. Dies gab den Christen hohen Mut und bekehrte mehrere Heiden von ihrem Irrtum.“

Ähnliches berichtet P. Bousset (Lettres édif.) von den Neubekehrten in Indien. –

In diesen Berichten ist der Umstand noch besonders merkwürdig, daß sich die Neubekehrten Tonkins zum Wunderwirken eben jener Gegenstände und Segnungen bedienten, welche die Reformatoren Europas als heillosen Aberglauben verwarfen.

(*) Missionsreisen in China, Tonkin und Cochinchina, S. 98 u. 99

Bekenntnis Luthers über die Sakramente der römisch-katholischen Kirche

Luther selbst kann uns als unverdächtiger Gewährsmann dienen, daß diese und alle anderen Heilsmittel in der römisch-katholischen Kirche vorhanden sind, und daß dieselbe schon aus dem Grunde die wahre Kirche Christi ist. Im Jahr 1528, also elf Jahre nach Beginn der Reformation, schrieb er an zwei Pfarrer (**): „Wir bekennen, daß unter dem Papsttum viel christliches Gut, ja alles christliche Gut sei, und von da an uns gekommen sei; wir bekennen nämlich, daß im Papsttum die rechte Hl. Schrift, rechte Taufe, rechtes Sakrament des Altares, rechte Schlüssel zur Vergebung der Sünden, rechtes Predigtamt und rechter Katechismus sei… Ich sage, daß unter dem Papst die rechte Christenheit ist, ja der rechte Ausbund der Christenheit und viele fromme, große Heilige… und alles, was die Christenheit haben soll.“

Im siebten Band seiner Werke, wo er über das 16. Kapitel des hl. Johannes schreibt, wiederholt er in wenigen Worten ganz dasselbe und zieht alsdann den Schluss:

„Darum muss der Glaube, die christliche Kirche und der Hl. Geist bei ihnen (im Papsttum) sein.“

(**) Luthers Werke, 4. Bd., S. 320. Ausgabe von Jena 1560. –
aus: P. Joseph Deharbes größere Katechismuserklärung, 2. Band, 1911, S. 706 – S. 707

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