Weihegebet zum heiligen Joseph

Der heilige Joseph sitzt auf einem Thron, das Jesuskind steht links und wird vom heiligen Joseph gehalten, in der Hand hält er einen Lilienzweig; vor ihnen knien rechts ein Mann in päpstlicher Kleidung und links ein Priester

Weihegebet zum heiligen Joseph
(oft zu erneuern)

O glorreicher Patriarch, heiliger Joseph, du getreuester Pflegevater meines Herrn und Heilandes Jesu Christi und jungfräulicher Gemahl der unbefleckten Jungfrau und Mutter Gottes Maria! Mit kindlicher Zuversicht und Freude erhebe ich mein Herz zu dir, um dir meine Verehrung und Liebe zu erweisen. Du bist jener kluge und getreue Diener, dem Gott die Sorge und Obhut über die beiden heiligsten Personen auf Erden, über Jesus und Maria, anvertraute. Zu dir wurde der Engel des Herrn gesandt, um dir das wunderbare Geheimnis der Menschwerdung des Sohnes Gottes und die verborgenen Ratschlüsse des Allerhöchsten bekannt zu machen. Viele Gnaden hast du von Gott empfangen, manche Freude genossen im Umgang mit den heiligsten Personen, aber auch im Verein mit ihnen viele Mühen, Leiden und Lasten in Geduld und stiller Gottergebenheit ertragen. Nun bist du auch wieder vereint mit Jesus und Maria am Thron Gottes und freust dich einer Seligkeit, die kein sterbliches Herz zu empfinden, keine Feder zu schildern und keine Zunge auszusprechen vermag.

O heiliger Joseph! Blicke in deiner väterlichen Milde und Güte herab auf mich armen Sünder, der ich unter deinen Schutz und Schirm fliehe und mich deiner Fürbitte empfehle. Nimm mich auf in deine väterliche Obhut und sei mein Lehrer und Führer in der Tugend, mein Vater und Berater in allen Verhältnissen meines Lebens. Sieh, ich bringe mich dir ganz dar, so wie ich bin, mit meinen Sünden und Armseligkeiten, mit meinen Schwächen und Gebrechen. Erwirb mir die Gnade, meine Sünden recht abzubüßen und täglich in der Tugend und Gottseligkeit zuzunehmen. Ich schenke und übergebe mich dir, damit du mich Jesu übergebst und Ihn bittest, daß Er in meinem Herzen das Feuer Seiner Liebe entzünde und demselben die Züge Seiner hochheiligen Menschheit einpräge: Seine Demut und Sanftmut, Seine Geduld und Ergebenheit, Seine Unschuld und Reinigkeit, Seinen Gehorsam und Seine Unterwürfigkeit. Dir übergebe ich auch, o heiliger Joseph! Alle meine Anliegen, zeitliche und ewige, besonders dieses N. O, trage sie der unaussprechlichen Milde deines göttlichen Pflegesohnes vor und erwirke mir in allem das Beste und Heilsamste. Ja, heiliger Joseph! Ich bitte dich herzinniglich, sei mein gütiger, väterlicher Freund, Tröster und Helfer im Leben und mein kräftiger Beschützer im Sterben. Verschaffe mir die unschätzbare Gnade, daß ich einst unter deinem Beistand in der süßen Gegenwart Jesu und Mariä meinen Geist aufgebe und in ihrer und deiner Gemeinschaft selig hinüber schlummere in das ewige Leben. Amen.

Bittseufzer.

Jesus, Maria, Joseph! Euch schenke ich mein Herz und meine Seele.
Jesus, Maria, Joseph! Steht mir bei in meiner letzten Todesnot.
Jesus, Maria, Joseph! Lasset mich mit Euch im Frieden leben und selig sterben. Amen.

NB.: Wer diese drei Bittseufzer reumütig und andächtig ausspricht, gewinnt jedes Mal einen Ablass von 300 Tagen, welcher auch den Verstorbenen zugewandt werden kann.

Anschließend: Litanei zum hl. Joseph

Bitte um den Segen.

O heiliger Joseph! Der du so oft hier auf Erden Jesum, dein göttliches Pflegekind, liebkosend auf die Arme genommen und unter den heißesten Segenswünschen gesegnet hast, darum nun aber auch bei Ihm im Himmel zu dem reichsten Segen gelangt bist: sieh gnädig auf mich herab, deinen Schutzbefohlenen, und erteile mir in Kraft deiner großen Würde und deines hohen Ansehens deinen väterlichen Segen, im Namen Gottes – † des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes. Amen.

Ablassgebet zum heiligen Joseph.

O glorreicher heiliger Joseph, Vater und Beschützer der Jungfrauen, treuer Wächter, dem Gott die Unschuld selbst, Jesus Christus, und Maria, die Jungfrau der Jungfrauen, anvertraut hat, ach, ich bitte und beschwöre dich durch Jesus und Maria, diese beiden dir so teuren Unterpfänder, erwirke mir die Gnade, daß ich, vor aller Unlauterkeit bewahrt, mit reinem, keuschem Herzen Jesu und Maria diene und in ihrem Dienst in vollkommener Keuschheit ausharre. Amen.
(Täglich 100 Tage Ablass. Pius IX., 3. Febr. 1863) –
aus: Joseph Kremer, Eucharistische Liebesblumen, 1900, S. 169 – S. 175

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