Vier besondere Pflichten für den Katholiken

Welche besonderen Pflichten haben wir Katholiken?

Welche besondere Pflichten haben wir in den gegenwärtigen gefahrvollen Zeiten gegen unsern heiligen Glauben?

Da in unseren Tagen die Gefahren des Glaubens besonders groß sind, haben wir auch besondere und größere Pflichten:

1) Die erste große Pflicht ist, daß wir uns im katholischen Glauben besser als je unterrichten. „Darum hören wir nicht auf für euch zu beten und zu bitten“, sagt der hl. Paulus, „daß ihr erfüllt werdet, mit der Erkenntnis des Willens Gottes in aller Weisheit und geistigem Verständnis; daß ihr Gottes würdig wandelt, in allem wohlgefällig, in allen guten Werken fruchtbar seid und zunehmet in der Erkenntnis Gottes.“ (Kol. 1,9-10) Wie kann man heutzutage, wo man überall Angriffe, Verdrehungen und Bespöttelung unseres heiligen Glaubens hört, im Glauben fest stehen, wenn man selbst nicht gut und gründlich unterrichtet ist?

2) Wir sollen den Glauben auch äußerlich mutig und standhaft bekennen. Wir sollen überall, wo es notwendig ist, nicht bloß zu Hause oder in der Kirche, ohne Furcht zur Fahne unseres heiligen Glaubens stehen. Großen Schaden hat die Menschenfurcht vieler Gläubigen der heiligen Kirche Gottes schon zugefügt.

3) Wir sollen den Glauben verbreiten und befestigen helfen. Jeder soll für engere und weitere Kreise ein Missionar, d.h. ein Bote Jesu zur Verbreitung und Belebung christlichen Glaubens, christlicher Liebe und christlichen Lebens sein. Diese Pflicht ergibt sich aus dem Zweck des Christentums, aus dem Drang des menschlichen Herzens, aus dem Beispiel und Auftrage Jesu, aus der Handlungsweise aller wahrhaft Guten. Jeder kann auch ein Missionar sein. Sei selbst echt katholisch, predige durch dein Beispiel, verhindere Böses, wo du kannst, ermuntere zum Guten, unterrichte und belehre, bete und gib Beiträge für die Missionen.

4) Wir müssen den Glauben mit Eifer und Klugheit verteidigen, ein jeder nach seinen Kräften und seiner Stellung, durch Wort, Schrift und Beispiel, durch Wachen, Beten und Handeln.

Möchte doch jeder Katholik diese seine großen Pflichten heutzutage erfüllen, – wie bald müßte der Unglaube und seine Gefährtin, die Sittenlosigkeit, auf ihrem Siegesmarsch Halt machen und umkehren! Wie viele Millionen Seelen würden gerettet, die jetzt bei der Lauigkeit so vieler Christen zu Grunde gehen! –
in: Leonhard Goffine, Ord. Praem.; Unterrichts- und Erbauungsbuch oder Katholische Handpostille, 1885, S. 272

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