Arkadius

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Lexikon für Theologie und Kirche

Stichwort: Arkadius

Arkadius, hl. Märtyrer zu Cäsarea in Mauretanien (Cherchel)
in der diokletianischen Verfolgung. Die älteste Bezeugung über ihn besitzen wir in einer Rede des hl. Zeno von Verona (Migne PL XI 450/54) und in einer Passio, die ihn irrtümlich nach Achaia versetzt (Th. Ruinart, Acta martyrum, Regensburg 1859, 550/53). In diesen Quellen wird in ergreifender Weise geschildert, wie er durch zerstückelung seiner Glieder zu Tode gemartert wurde.

Arkadius, Bischof von Konstantia (Salamis auf Zypern) und Erzbischof von Zypern, 600-638, Gegner des Monotheletismus. Kaiser Heraklius erließ ein Schreiben an ihn (622), worin er verbot (im Interesse der Union mit den Monophysiten), von 2 Wirkungsweisen in Christus zu reden. Schrieb eine Vita des Simeon Stylites d.J.

Arkadius, oströmischer Kaiser 395-408, *377, †1.5.408; Sohn und Nachfolger Theodosius` d. Gr., Vater der hl. Pulcheria und des Theodosius II. In seinem Namen regierten Rufinus, Eutropius, zuletzt seine Gemahlin Eudoxia. Mit Gewalt ging man vielfach gegen das Heidentum vor wie gegen den Arianismus. Auf Betreiben der Eudoxia wurde aber auch der auf der „Eichensynode“ (403) abgesetzte Johannes Chrysostomus verbannt. Arkadius erbaute mehrere prächtige Kirchen, die Johanneskirche in Konstantinopel, nach ihm Arkadiana genant, und in der Mareotis-Wüste in Ägypten eine neue Kirche über dem Grab des hl. Menas. Unter ihm plünderte Alarich Griechenland.

aus: Michael Buchberger, Lexikon für Theologie und Kirche, Bd. I, 1930, S. 652

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