Heilige Brigida Schutzpatronin von Irland

Jesus Christus mit seinen Heiligen, die ihm Verehrung zollen und ihn anbeten

Heiligenkalender

1. Februar

Die heilige Brigida Schutzpatronin von Irland

Die heilige Brigida wurde in Schottland geboren und christlich erzogen. Es wird behauptet, daß sie von einem schottischen Fürstengeschlecht abgestammt sei. Als Kind schon wandelte sie in der Furcht des Herrn und trug eine so innige Liebe zu Jesus, daß sie das Gelübde der Jungfräulichkeit ablegte.

Die Anmut ihrer Gestalt zog viele Freier herbei; da bat sie Gott, er wolle die Schönheit des Angesichtes von ihr nehmen. Gott erhörte sie. Ein Auge der heiligen Brigida fing zu fließen an und verdorrte zuletzt gänzlich. Da war alle Schönheit dahin, und niemand mochte sie mehr ansehen. Ihr Vater selbst hatte Abscheu vor ihr und gab ihr den Rat, sich in einem Kloster zu verbergen! – Freudig verließ nun Brigida ihr Vaterhaus und Vaterland, wanderte mit gleichgesinnten Gefährtinnen nach Irland und begab sich zum Bischof Machilla, einem Schüler des heiligen Patritius. Sie erbat sich von ihm die Weihe und den Segen für das klösterliche Leben.

Als Brigida den Schleier erhielt, wurde ihr das verloren Auge von Gott wunderbar wieder gegeben. Sie zog sich hierauf in die Einsamkeit zurück; da sich viele Jungfrauen ihr anschlossen, so vereinigte sie dieselben zum gemeinsamen Leben – und so entstand ein Kloster, von dem aus viele andere Klöster gegründet wurden. Brigida wurde Äbtissin und führte ein wahrhaft heiliges Leben. Große Wunder wirkte der Herr durch seine Braut und gab ihr die Gabe, die Kranken zu heilen und in die Zukunft zu schauen. Die heilige Brigida starb im Rufe der Heiligkeit 523, angeblich im alter von 80 Jahren. Sie ist die Schutzpatronin von Irland.

Beherzigung

Die heilige Brigida bittet Gott, er möge die Schönheit ihres Angesichtes hinweg nehmen, damit sie ihre Reinigkeit sicherer bewahren könne. O, wie ganz anders handeln die eitlen Weltkinder! Durch eitlen Anzug und vielerlei Künste suchen sie eine Schönheit, welche ihnen die Natur versagt hat, damit sie anderen gefallen möchten. Ach, um so leichter bahnen sie sich den Weg zum Verlust der Reinigkeit. Sei doch nicht aus der Zahl so törichter Menschen; sonst setzest du dich und andere in augenscheinliche Gefahr vieler Sünden und der Verdammnis selbst. –
aus: Wilhelm Auer, Kapuzinerordenspriester, Goldene Legende Leben der lieben Heiligen Gottes auf alle Tage des Jahres, 1902, S. 129 – S. 130

Bildquellen

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