Heilige Messe zum hohen Fest Allerheiligen

Jesus mit seinen Heiligen, links die Männer, rechts die Frauen

Die Heilige Messe zum hohen Fest Allerheiligen

Heilige Messe zum hohen Fest Allerheiligen: Der hl. Joseph trägt das Jesuskind, umringt von den Heiligen

Zum Eingang der heiligen Messe singt die Kirche:

„Lasst uns frohlocken im Herrn, da wir den Festtag zu Ehren aller Heiligen begehen, wegen dessen Feierlichkeit sich die Engel erfreuen und den Sohn Gottes einstimmig loben. Frohlocket im Herrn ihr Gerechten! Den Redlichen ziemet Lobgesang.“ (Ps. 32,1)

Gebet der Kirche.

Allmächtiger, ewiger Gott! der Du uns verliehen hast, die Verdienste aller deiner Heiligen durch eine Feierlichkeit zu verehren; wir bitten Dich, Du wollest uns die Fülle deiner Erbarmung, auf die wir hoffen, in Ansehung so vieler Fürbitter, gnädig mitteilen, durch Jesum Christum, deinen Sohn, unseren Herrn. Amen.

Lesung aus der geheimen Offenbarung (Kap. 7, 2-12)

siehe Heilige Schrift

Was lehrt uns dieses Gesicht des hl. Johannes?

Es zeigt uns,

1) dass nicht alle Juden den Strafgerichten anheim fallen, sondern dass eine sehr große Anzahl, was die runde Zahl 144,000 bedeutet, gerettet und in die Kirche Jesu aufgenommen werden würden; und dass eine unzählbare Schar Heiden aus allen vier Weltgegenden Rettung von Sünde, Tod und Hölle in der katholischen Kirche finden werde;

2) lehrt uns das Gesicht des Johannes, dass einst die Auserwählten aus Juden und Heiden die ewige Herrlichkeit in Besitz nehmen, Gott ewig anbeten und Ihm ohne Ende lobsingen werden dafür, dass Er sie aus den Gefahren errettet und mit Herrlichkeit gekrönt hat.

Was bedeuten das „Zeichen“, die „weißen Kleider“, die „Palmen“?

Das „Zeichen“, womit die Auserwählten bezeichnet worden, ist nach Auslegung der heiligen Väter das Zeichen des heiligen Kreuzes. (s. Ezech. 9,1) Die „weißen Kleider“ sind Sinnbilder der Unschuld und Herrlichkeit. Die „Palmen“ sind die Zeichen des errungenen Sieges. –

Auch wir gehören zu den Auserwählten auf Erden, sind Kinder der wahren Kirche. O so arbeiten und kämpfen wir standhaft gegen alle Feinde, und suchen wir das Kleid der Unschuld unbefleckt zu bewahren! Dann werden auch wir der Schar der ewig Auserwählten, der ewig Seligen eingereiht werden.

Evangelium nach dem hl. Matthäus (Kap. 5, 1-12)

siehe Heilige Schrift

Warum wird heute dieses Evangelium gelesen?

Dieses Evangelium wird heute deshalb gelesen, weil die Heiligen durch Ausübung seines Inhaltes das ewige Reich erworben haben, und wir also, wenn wir dahin gelangen wollen, den gleichen Weg gehen müssen.

Warum sitzt Christus auf dem Berg?

Weil Christus der Lehrmeister der Apostel war, darum saß Er, wie seine Würde als Lehrer es erforderte, die Jünger und Schüler aber standen und hörten seine Lehre in Demut an. –
aus: Leonhard Goffine, Unterrichts- und Erbauungsbuch oder Katholische Handpostille, 1885, S. 681 -S. 683

Allerheiligen – Litanei

siehe auf youtube

„Ich sah eine große Schar, die niemand zählen konnte, aus allen Völkern und Stämmen und Nationen und Sprachen. Sie standen vor dem Thron und vor dem Lamm, angetan mit weißen Kleidern und Palmen in den Händen. Sie riefen mit lauter Stimme: ‚Heil unserem Gott, der da auf dem Thron sitzt, und dem Lamm!‘ Die Engel standen rings um den Thron. Sie fielen vor dem Thron auf ihr Angesicht nieder und beteten Gott an und sprachen: ‚Amen. Lob und Herrlichkeit und Weisheit und Dank und Ehre und Macht und Kraft sei unserem Gott in alle Ewigkeit. Amen!“

Die Glücklichen! Alle sind sie gerettet und lobsingen dem Herrn.

Der Weg, auf dem sie das Ziel erstrebt und erreicht haben, ist der Weg, den Christus der Herr mit klaren Worten aufweist: „Das Himmelreich leidet Gewalt, und nur die Gewalt brauchen, reißen es an sich.“ (Matth. 11, 12) „Wer mir nachfolgen will, verleugne sich selbst, nehme täglich sein Kreuz auf sich und folge Mir nach“ (Matth. 16, 24).

Wer meint, den Himmel erreichen zu können, ohne dass er sich Gewalt antut, sich überwindet und täglich seinem eigenen Willen stirbt, der täuscht sich. Die in den Himmel eingehen, sind die „Armen im Geist“, die sich von dem, was nicht Gottes ist, losgelöst haben.

Es sind die Sanften, die mit Gelassenheit die Unbilden und Ungerechtigkeiten tragen, ohne Böses mit Bösem zu vergelten. Es sind die, welche den sündhaften Genüssen und Freuden der Welt entsagen und ihre Freude in Gott finden. Die, welche nach der Gerechtigkeit hungern und mit ganzem Ernst sich zu heiligen bemühen.

Es sind die Barmherzigen, die mit dem leiblichen und geistigen Elend ihrer Brüder aufrichtig Mitleid haben und zu helfen bereit sind.

Es sind die Reinen, die jede bewusste Sünde und Unvollkommenheit meiden und fliehen.

Es sind die Gefriedeten, die sich in allen Dingen und Vorkommnissen an Gott und Gottes Wohlgefallen halten und so denFrieden der Seele bewahren.

Es sind die, die um Christi willen unschuldig Verfolgung leiden und Verleumdung, böse Urteile und Schmähungen geduldig über sich ergehen lassen. Ihnen allen gilt die Vergeißung: „Freuet euch und frohlocket, denn euer Lohn ist groß im Himmel“. (Evangelium) –
aus: Benedikt Baur OSB, Werde Licht, IV. Teil, Liturgische Betrachtungen über eine Auswahl der Heiligen des Römischen Messbuches, S. 593 – S. 594

Bildquellen

  • goffine-wunderbar-ist-gott-in-seinen-heiligen-1: © https://katholischglauben.info
  • bitschnau-das-fest-der-heiligen-mit Jesus: © https://katholischglauben.info

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zu den Beiträgen aus Goffine’s Handpostille

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