Das kurze Pontifikat von Papst Leo XI. (1605)

Der Papst trägt das Kreuz Christi, von seinen Feinden mit Steinen beworfen, von Christus glorreich empfangen; es zeigt das Leiden der Päpste und zugleich der Kirche

Das Kreuz und der Halbmond

Das kurze Pontifikat von Papst Leo XI. (regierte 1605)

Dieser Papst hieß vorher Oktavian Medici. Frühzeitig wurde er Bischof von Pistoja, hierauf Erzbischof von Florenz. Gregor XIII. verlieh ihm den Purpur. Im Jahre 1600 wurde Leo Kardinalbischof von Albano und Palestrina. Als Kardinal war er der Glanz des päpstlichen Hofes. Einfach in seinen Sitten, voll Sanftmut und Herzensgüte, ein Gönner der Gelehrten und vor allem ausgezeichnet durch eine tiefe Religiosität.

In Rom war man über diese Wahl hoch erfreut. In Frankreich beging man Festlichkeiten. Leider hatte die ganze Herrlichkeit gar bald ein Ende.

Schon vier Wochen nach seiner Wahl zum Papst, am 27. April des Jahres 1605, sank Papst Leo, dessen Wahl besonders in Frankreich mit Jubel begrüßt worden war, ins Grab.

Wohl waren es der Gedanke an die schwere Bürde, die große Verantwortung und die vielen Schwierigkeiten, die den edlen Mann so schnell hinweg rafften. –
aus: Chrysostomus Stangl, kath. Weltpriester, Die Statthalter Jesu Christi auf Erden, 1907, S. 649 – S. 650; Andreas Hamerle C.Ss.R., Geschichte der Päpste, III. Band, 1907, S. 567 – S. 568

Bildquellen

  • Hattler Das Leiden Der Kirche: Bildrechte beim Autor
Category: Papsttum, Stangl
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