Päpste der Katakomben Heiliger Pontianus

Zur Zeit der Päpste der Katakomben Verurteilter Christ verabschiedet sich von seinen Mitchristen

Die Päpste der Katakomben

Heiliger Pontianus (regierte von 230-235)

Er war der Sohn des Römers Calpurnius. Seine Regierung fällt in die Zeit des Kaisers Alexander Severus, der den Christen wohl gesinnt war. Doch dieser wurde im März des Jahres 235 von seinem Nachfolger ermordet, während der neue Kaiser Maximinus sofort eine Christenverfolgung begann. Auch Papst Pontianus wurde am 28. September des Jahres 235 auf die Insel Sardinien verbannt. Da er so seine Kirche in dieser bedrängten Zeit nicht mehr regieren konnte, entsagte Pontianus freiwillig seiner Würde. Auf Sardinien ist der edle Mann wohl infolge schwerer Mißhandlungen noch in demselben Jahr gestorben, da auch er wie so manche Christen zur schweren Zwangsarbeit in den Bergwerken verurteilt war. –
aus: Chrysostomus Stangl, kath. Weltpriester, Die Statthalter Jesu Christi auf Erden, 1907, S. 47 

Dieser Papst hatte die Grausamkeit des Kaisers Maximinus Thrax, des Mörders und Nachfolgers des edlen Alexander Severus, zu erfahren. Maximin (235-238), ein roher aber tapferer Krieger von niedriger Herkunft, haßte und verfolgte die Christen, weil sie sein Vorgänger begünstigt hatte. Es ist die sechste Christenverfolgung, welche von den römischen Kaisern ausging. Er befahl die Stätten öffentlicher Gottesverehrung, welche die Christen bereits besaßen, nieder zu reißen und zu zerstören; er hatte es besonders auf die Bischöfe und Priester abgesehen. Pontianus wurde nach der Insel Sardinien verbannt, wo er nach vielem erlittenen Ungemach dem Leiden erlag. Seinen Leib ließ dessen Nachfolger Papst Fabian nach Rom überführen und in der Katakombe des hl. Calixtus I. beisetzen. Unter Pontian wurde in einer zu Rom abgehaltenen Synode die Verurteilung, welche bereits eine Synode in Alexandrien über Irrtümer des Origenes ausgesprochen hatte, bestätigt. Es wurden diesem berühmten Lehrer eben mehrere Irrtümer zur Last gelegt, die man in seinen Schriften fand. Es unterliegt keinem Zweifel, daß er Irriges und Zweideutiges vorgetragen, doch ist es eben so gewiß, daß er kein bewußter Irrlehrer war; denn stets zeigte er sich bereit, der Kirchenlehre zu folgen und sich zu unterwerfen… Origenes, dieser Riesengeist, hat manche Irrtümer in seinen Schriften hinterlassen, aber Rom hat niemals einen Irrtum verkündet. –
aus: Andreas Hamerle C.Ss.R., Geschichte der Päpste, I. Band, 1907, S. 116 – S. 117

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Category: Papsttum
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