Lobpreis und reumütige Bitte zu Maria

Maria sitzt als Königin mit dem Jesuskind, das steht und Hände ausgebreitet hat; sie sind umgeben von Engeln, die ihr und ihrem Kind huldigen

Lobpreisung und reumütige Bitte zu Maria nach Psalm 94

Kommt, wir wollen Alle mit Freuden Maria die seligste Jungfrau in ihrer Herrlichkeit preisen; sie ist die Mutter Gottes und zugleich unsere Mittlerin bei Ihm; wir wollen ihr Lob mit Freuden singen. Wir wollen eilends vor ihr erscheinen, ihren heiligen Namen zu bekennen; zu ihrer Ehre wollen wir mit Freuden ihr Lob anstimmen. Denn Maria ist eine Tochter des ewigen Vaters, eine Mutter des göttlichen Sohnes, eine Braut des heiligen Geistes; sie ist eine mächtige Königin, welche nicht nur die Fürsten der Erde, sondern auch alle Engel und Heiligen im Himmel weit übertrifft. Sie breitet ihre Macht und Güte über die ganze Erde aus. Niemand ist so verworfen, den sie nicht barmherzig aufnimmt. Den Schiffenden ist sie ein Leitstern und sicherer Hafen; die auf der Erde wohnen, finden bei ihr in allen Nöten Hilfe.

Kommt also, wir wollen Maria ehren und für alle Guttaten danken, welche sie uns bisher erwiesen hat; zugleich wollen wir vor ihr niederfallen und unsere vorige Undankbarkeit mit unseren Tränen abwaschen. Sie ist unsere Frau und Königin, sie ist unsere Mittlerin und unsere Mutter, und wir sind ihr Volk und ihre Herde, ja wir sind ihre geliebten Kinder; sie trägt eine mehr als mütterliche Sorge für uns und ist allzeit bereit, uns im Elend beizuspringen. Wenn sie also eine so liebevolle Mutter ist, so verhärtet doch eure Herzen nicht gegen sie. Betrübet sie nicht gleich jenen Gottlosen, welche in ihrer Bosheit verharren, obwohl sie die Wunder ihrer Barmherzigkeit vor Augen haben. Diese Elenden gehen zugrunde und werden nun ewig an ihrer Erbarmung keinen Teil mehr haben.

Ehre sei Maria, der Tochter des himmlischen Vaters.
Ehre sei Maria, der Mutter des göttlichen Sohnes.
Ehre sei Maria, der reinsten Braut des heiligen Geistes.
Der mächtig und Dessen Name heilig ist, hat an ihr große Dinge getan, und alle Geschlechter werden sie von nun an selig preisen.

aus: Johannes Croiset SJ, Die Andacht zum göttlichen Herzen unseres Herrn Jesu Christi, 1836, S. 260 – S. 261

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