Über Liberalismus und Christentum

Liberalismus und Christentum

Beiträge von Albert Maria Weiß

Ein Vorwort zu schreiben ist durch besondere Fügung der göttlichen Vorsehung unnötig geworden. Das Vorwort hat unser Heiliger Vater Pius X. selbst gesprochen in dem feierlichen Konsistorium vom 27. Mai 1914. Was er dort von seinem Thron aus zunächst den Kardinälen, seinen unmittelbaren Mitarbeitern, an das Herz gelegt hat, das müssen alle treue Kinder der Kirche, jeder für seine Person, jeder an seinem Platz, und alle als Glieder der Gesamtheit gemeinsam sich gesagt denken.

Der Papst erwartet und verlangt „Hilfe zur Reinerhaltung des Glaubensschatzes, zur Aufrechthaltung der kirchlichen Disziplin und zur Abwehr der ränkevollen Angriffe, die sich die Kirche als Ziel ausersehen, Angriffe, die nicht so sehr von den offenen Feinden ausgehen als vielmehr von ihren eigenen Kindern“. „Die Kirche“, fährt er fort, „hat über die Gefahren und über die Angriffe im Laufe der Jahrhunderte triumphiert durch die unbeugsame Standhaftigkeit unserer Väter, ihre rege Wachsamkeit, ihren peinlichen Eifer und ihr sozusagen jungfräuliches Zartgefühl in Bezug auf die Reinerhaltung der Lehre.

Nun aber war es vielleicht zu keiner anderen Zeit so notwendig wie heute, diesen heiligen Schatz im Auge zu behalten, damit seine Integrität und Reinheit gewahrt bleibe. Wir leben in einer Zeit, in der man nur zu leicht ein freundliches Gesicht macht und gewisse Ideen von einem Ausgleich mit dem modernen Geist sich zu eigen macht, Ideen, die viel weiter führen als man denkt: nicht allein zur Schwächung, sondern zum völligen Verlust des Glaubens. (Pius X., Enzyklika „Pascendi dominici gregis“)

Inhaltsverzeichnis

I. Erscheinungen und Wirkungen des Liberalismus

1. Der Liberalismus ist noch nicht tot S. 1

– Sieben Dinge, die den Liberalismus ausmachen S. 7

2. Der Liberalismus als Feind des Hyperkatholizismus S. 10

3. Der Liberalismus als der sogenannte „gute Katholizismus“ S. 20

4. Der Liberalismus als Gefahr für den Katholizismus S. 29

5. Der Liberalismus auf der Suche nach einem Ersatz für das Wort Katholisch S. 41

6. Der Liberalismus als die große Kluft unter den Katholiken S. 54

7. Der Liberalismus als Vorbote einer Katastrophe S. 66

II. Das Wesen des Liberalismus

1. Von den Erscheinungen und Wirkungen zum Wesen des Liberalismus S. 79

2. Der Liberalismus in der Geschichte S. 93

3. Der Liberalismus als Enttheologisierung S. 106

4. Der Liberalismus als Entklerikalisierung S. 119

5. Der Liberalismus als Entultramontanisierung S. 126

– Liberalismus ist Anti Ultramontanismus S. 127

6. Der Liberalismus als Säkularisierung S. 146

7. Der Liberalismus als Naturalismus S. 155

8. Der Liberalismus als Laisierung S. 167

9. Der Liberalismus als Demokratisierung S. 176

10. Der Liberalismus wesensverwandt mit dem Protestantismus S. 183

III. Das Christentum als Gegensatz zum Liberalismus

1. Die Stellung des Liberalismus zum Christentum S. 199

2. Wie aus dem Christentum eine christliche Weltanschauung wurde S. 210

3. Was ist Christentum? S. 225

4. Kirche und Kirchen S. 244

5. Kirche und Konfessionen S. 253

6. Kirche und Heilsordnung S. 272

Anhang

Rückblick auf eine Lebensarbeit gegen den Liberalismus

1. Trost des Rückblicks auf eine abgeschlossene und einheitliche Lebensarbeit S. 285

2. Die Apologie als Mittelpunkte der ganzen Lebensarbeit S. 287

3. Das Buch von der „Religiösen Gefahr“ S. 306

4. Der Umschwung in der öffentlichen Meinung S. 314

5. Studien über den modernen Geist S. 318

6. Studien über die Bewegung der modernen Ideen S. 323

7. Wie das Buch von der „Lebens- und Gewissensfragen“ zustande kam S. 330

8. Die Schicksale der „Lebens- und Gewissensfragen“ S. 339

9. Die Lehren aus den Schicksalen der „Lebens- und Gewissensfragen“ S. 350

10. Das Buch vom Liberalismus S. 359

11. Das Siegel auf die Lebensarbeit S. 389

12. Abschied von der Lebensarbeit S. 409

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