Gethsemani

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Lexikon für Theologie und Kirche

Stichwort: Gethsemani

Gethsemani (Ölkelter), Landgut und Garten bei Jerusalem, jenseits des Cedron, am Fuß des Ölbergs, wohin Jesus sich mit den Jüngern oft zum Gebet zurückzog (Mt. 26,36; Mk. 14,32; Lk. 22,39; Joh. 18,1). Am Vorabend seines Todes begann er hier sein Leiden und wurde am Eingang des Gartens gefangen genommen. Der heutige Garten Gethsemani mit seinen 8 alten Ölbäumen gehörte wahrscheinlich schon zum alten Landgut; manche betrachten wegen der Bemerkung des Josephus (Bell. Jud. VI 1, 1, n. 6: Abhauen aller Bäume durch die Römer im Jahre 70) die jedenfalls in die ersten Jahrhunderte hinauf reichenden Bäume nur als Schößlinge der früheren. 1909 wurden die Fundamente einer Basilika der Kreuzfahrerzeit ausgegraben, 1919-1920 die Reste der von der Pilgerin Egeria (Aetheria) erwähnten Ecclesia elegans (CSEL XXXIX 86,21) bloß gelegt, an deren Stelle sich die neue Gethsemani-Basilika erhebt.

Tröster von Gethsemani, 7.4.1922 von Joseph Joh. Litomsky gegründete Kongregation mit Sitz in wien;Zweck: durch Sühne, ständige Anbetung und Gebet für die Sterbenden das leidende Herz zu trösten (Ps. 68,21), ein Ziel, das die Enzyklika Pius XI. „Miserentissimus Redemptor“ v. 8.5.1928 gut heißt. Äußere Tätigkeit: Mission, Verbreitung der Herz-Jesu-Verehrung und des Sühnegedankens, Armen-Kranken-Seelsorge in den Großstädten. Ordenskleid: schwarzer Habit mit Lederriemen und Rosenkranz, weiße Kapuze und weißer Mantel, auf der Brust Medaillon mit dem Abbild der Todesangst Christi.

Gethsemani, Trappisten-Abtei in den Vereinigten Staaten, bei New Haven, gegründet 20.12.1848 von Eutropius Proust und 40 Gefährten; 21.7.1850 Abtei. –
aus: Michael Buchberger, Lexikon für Theologie und Kirche, Bd. IV, 1932, Sp. 466 – Sp. 467

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