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Felicissimus

Lexikon für Theologie und Kirche

Stichwort: Felicissimus

Felicissimus, Diakon in Karthago, war um 250 vom Presbyter Novatus, der schon mit 4 anderen Presbytern die Wahl Cyprians abgelehnt hatte, ohne Wissen Cyprians zum Diakon geweiht worden (Cyprian, Ep. 52,2; 59,9), obwohl er Betrügereien, des Ehebruchs u.a. schuldig war (Ep. 59,1; 41,1; 59,16).

Cyprian schloss ihn und Augendus aus der Gemeinschaft aus (Ep. 41,2); die von ihm beauftragten Bischöfe vollzogen das Urteil (Ep. 42). Doch verstärkte sich die Partei des Felicissimus durch die früheren Gegner und durch die von Lapsi und manchen Confessores (Ep. 43,2) vertretene Forderung milderer Behandlung der Gefallenen.

Die Synoden von Karthago im Mai 251 und von Rom im Herbst 251 bestätigten das Urteil, eine weitere von Karthago am 15. 5. 252 behandelte die Gefallenen mit großer Milde, wiederholte aber das Urteil über Felicissimus (Ep. 59,9). Gestärkt durch den Beitritt des schon früher von Cyprian ausgeschlossenen Bischofs Privatus von Lambese, stellte die Opposition Fortunatus zum Gegenbischof auf (Ep. 59,10). In seinem Auftrag ging Fortissimus nach Rom; doch schloss ihn Papst Cornelius nach Darlegung des Sachverhaltes durch Cyprian aus (Ep. 59,12). Damit war die Opposition gebrochen; der Rest ging zu Cyprian zurück oder verlor sich im Novatianismus.

Felicissimus und Agapitus, heilige Diakone des Papstes Sixtus II., gemartert zu Rom im Jahre 258 und in der Katakombe des Prätextatus an der Via Appia beigesetzt. Ihr Fest ist im römischen Festkalender des 4. Jahrhunderts mit dem des heiligen Sixtus verzeichnet. Das von Papst Damasus an ihrem Grab angebrachte Epigramm wurde 1927 aufgefunden. Ihre Gebeine wurden von Gregor IV. dem Abt Gozbald von Niederaltaich für seine Kirche in Isarhofen überlassen. Fest 6. August. –
aus: Michael Buchberger, Lexikon für Theologie und Kirche, Bd. III, 1931, Sp. 988 – Sp. 989

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