Schilling

Buch mit Kruzifix

Autonome Moral ohne Gottesbezug

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Die autonome oder religionslose Moral ohne Gottesbezug Die autoritätsfeindliche autonome Moral oder die „Laienmoral“ hat in Kant ihren ersten Vertreter gefunden, allerdings leitete ihn dabei das Bestreben, die flachen Nützlichkeitsmoral der Aufklärung, ihrer moralposivistischen Auffassung nach Art jener des Nominalisten Wilhelm von Ockham, der des Scotus Gedanken weiterführte, wirksam zu begegnen. Die Streitfrage, ob Kant…
Das Bild zeigt die Sünde und ihre Folgen

Dämonische Sünde Lust am Bösen

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 Die dämonische Sünde Lust am Bösen Es gibt unbestreitbar in der Welt Sünde, die so sehr alles Bessere im Menschen erstickt und so sehr die Lust des corrumpere et corrumpi verrät und so raffiniert das Werk des Bösen und der Verführung vollbringt, daß nur bornierter Unglaube das Hereinragen satanischer Macht leugnen kann. (Linsenmann, Lehrbuch, S.…
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Das gerechte Gesetz verpflichtet im Gewissen

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Verbindlichkeit des menschlichen Gesetzes Nur das gerechte Gesetz verpflichtet im Gewissen Charakter der Verpflichtung Auch der Staat hat seinen letzten Grund im göttlichen Willen, geht doch der Staat, wie Leo XIII. in der berühmten Enzyklika (Libertas v. 20.6.1888) über die menschliche Willensfreiheit darlegt, von Gott aus nach seinen Bestandteilen, nach seiner Form, seiner Ursache und…
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Das Verhalten gegen den Leichnam

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Die Kirche ist gegen die Leichenverbrennung Mit Recht hält die Kirche unter Ablehnung der schwer sündhaften und „barbarischen“ Leichenverbrennung (s. Off. d.d. 19.6.1926) an der Sitte der Beerdigung fest. Einmal handelt es sich dabei um die ursprüngliche und uralte christliche Sitte. Sodann sind es symbolische-mystische Gründe, die für diese Haltung der Kirche maßgebend sind. In…
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Die Erkenntnisquelle der Moral

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Die Erkenntnisquellen der Moraltheologie Das Leben der Heiligen als Erkenntnisquelle der Moral Anschaulich und gleichsam verkörpert tritt uns das christliche Ideal im Leben der Heiligen vor Augen, ihr Leben ist, nach einem Wort des heiligen Franz von Sales, das in die Tat umgesetzte Evangelium (vgl. Gregor. M., In Ezech. 1, hom. 10,38: Die Heiligen tun,…
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Die Lehre vom natürlichen Sittengesetz

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Das natürliche Sittengesetz Wesen und Begriff Die Lehre vom natürlichen Sittengesetz wurde von Augustinus entsprechend der christlichen Tradition in grundlegender Weise behandelt, von Thomas systematisch entwickelt. Die Ausdrücke, die sie gewählt oder geprägt, führen am sichersten und besten in das Verständnis dieser für die Moral so wichtigen Lehre ein. Durch Ausstrahlung in den Menschengeist, durch…
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Die Vernunft findet das Sittengesetz vor

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Stellung der Vernunft zum natürlichen Sittengesetz Die Vernunft erfindet und gibt das sittliche Naturgesetz nicht, sondern sie findet es vor und verkündigt es nur. Die Vernunft ist also nicht autonom, der Mensch kann ebenso wenig sein eigener höchster Gesetzgeber sein, als sein eigener Erlöser auf religiösem Gebiet. Gleichwohl ist der gegen die christliche Denkweise gerichtete…
Das Bild zeigt die Sünde und ihre Folgen

Die vier himmelschreienden Sünden

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Was sind die vier himmelschreienden Sünden Seit Canisius faßt man die himmelschreienden Sünden in dem Memorialvers zusammen: Clamitat ad coelum vox sanguinis et Sodomorun, Vox oppressorum, merces detenta laborum. Mord, sodomitische Sünde, die Unterdrückung der Armen, Witwen und Waisen, sowie die Vorenthaltung und Entziehung des verdienten Arbeitslohnes heißen „himmelschreiende“ Sünden, weil sie eine die Natur…
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Existenz des sittlichen Naturgesetzes

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Die Existenz des sittlichen Naturgesetzes und Naturrechtes Von außerordentlicher Wichtigkeit ist der Nachweis, daß die lex naturalis moralis von der Offenbarung anerkannt, bestätigt und voraus gesetzt wird. Das Alte Testament kennt ein ins Herz gelegtes Gesetz. So verkündet Moses dem Volk: „Das Gesetz, das ich heute dir darlege, ist nicht zu hoch für dich und…
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Existenz und Ursprung des Gewissens

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Die subjektive Norm des Gewissens Über Existenz und Ursprung des Gewissens Für die Existenz des Gewissens zeugt das Selbstbewusstsein. Die unbedingt verpflichtenden Normen des Sittlichen finden im Gewissen ihre Begründung, nicht ihre letzte, aber ihre nächste und jedem bekannte Begründung und Rechtfertigung. Allgemein anerkannt und in Sage und Dichtung gefeiert ist die Macht des strafenden…
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Heilige Schrift als Erkenntnisquelle der Moral

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Die Erkenntnisquellen der Moraltheologie Die Heilige Schrift als Erkenntnisquelle der Moral Wiewohl Altes und Neues Testament auf Gott als ihren primären Urheber zurück zu führen sind und demselben Zweck dienen, nämlich den Menschen zum Gehorsam gegen Gott zu erziehen, so sind sie doch als Quelle der sittlichen Erkenntnis einander nicht gleich geordnet. Das Alte Testament…
Vatikan Petersdom ist Sinnbild der katholischen Kirche

Kirchliche Lehre als Erkenntnisquelle der Moral

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Die Erkenntnisquellen der Moraltheologie Tradition und kirchliche Lehre als Erkenntnisquelle der Moral Bei den Andersgläubigen ist nach einem Wort Leo XIII. kaum mehr eine sichere Glaubensformel übrig, dahin musste es kommen, nachdem einmal einem jeden das Recht zugestanden war, die Schrift nach eigenem Gutdünken und Ermessen auszulegen (ep. ap. Praeclara gratul. d.d. 20.6.1894). Nun will…
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Sonntagsgebot Was der Katholik wissen muss

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Sünden gegen das dritte Gebot Gottes „Gedenke, daß du den Sabbat heiligst.“ Was der Katholik über knechtliche Arbeit wissen sollte Das Ziel des Sonntagsgebotes ist also die Heiligung des Tages, Mittel und Voraussetzung ist die Enthaltung von knechtlichen Arbeiten. Knechtliche Arbeiten Ursprünglich verstand man unter der opera servilia die von Sklaven verrichteten Arbeiten, auch der…
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Vaterlandsliebe aus katholischer Sicht

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Vaterlandsliebe aus katholischer Sicht – Bürgerpflichten und legale Gerechtigkeit Die Pflichten der Pietät, die Pflicht der Liebe, der Ehrfurcht und des Gehorsams, erstrecken sich auch auf das Vaterland. Unlöslich verbunden sind Heimat und Vaterland; Die Heimat ist der Ort, wo man geboren und auferzogen ward, die Heimatliebe ist daher der Elternliebe verwandt, weil sie wie…
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Vernunft als Erkenntnisquelle der Moral

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Die Erkenntnisquellen der Moraltheologie Die Vernunft als Erkenntnisquelle der Moral Aufzählung der Erkenntnisquellen Die Kirche hat das christliche Lebensgesetz autoritativ festzustellen und zu wahren, sie gewinnt die sittlichen Normen aus der Heiligen Schrift und der Tradition. Lehre und Praxis der Kirche, die Praxis, sofern die Lehre daraus erkennbar ist, bilden daher die nächste und zugleich…
Das Bild zeigt die Sünde und ihre Folgen

Verstocktheit wider den Heiligen Geist

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 Unbußfertigkeit und Verstocktheit – Sünden wider den Heiligen Geist Die Sünden wider den Heiligen Geist (1. Joh. 5,16) stellen sich als formale Verachtung einer übernatürlichen Wirkung des Heiligen Geistes in der Seele dar, näherhin als bewußte Missachtung gerade der letzten und stärksten Motive, die den Menschen von der Sünde abhalten, sie sind daher Sünden ex…
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Warum es das Recht der Todesstrafe gibt

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Warum es das Recht der Todesstrafe gibt – Gründe für das Recht der Todesstrafe 1. Die Heilige Schrift anerkennt das Recht der Todesstrafe; die Staatsgewalt ist befugt, in gewissen Fällen die Todesstrafe zu verhängen. So bedrohte die alttestamentliche Gesetzgebung eine Reihe von Verbrechen mit dem Tode, und besonders wurde das Prinzip durchgeführt: „Wer Menschenblut vergossen,…
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Was die Aufgaben der Staatsgewalt sind

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Die Aufgaben der Staatsgewalt Die einzelnen Aufgaben der Staatsgewalt. Diese ergeben sich aus dem Zweck des Staates, sein Zweck und oberstes Gesetz ist das Gemeinwohl, das Gemeinwohl ist aber nur zu sichern, wenn die Idee der Gerechtigkeit durchgeführt und für die Wohlfahrt der Bürger gesorgt wird, soweit ihre Kraft nicht ausreicht und die Rücksicht auf…
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Wissenschaft als Erkenntnisquelle der Moral

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Die Erkenntnisquellen der Moraltheologie Die Wissenschaft als Erkenntnisquelle der Moral Für die Verwertung gelten folgende Grundsätze: Vor allem ist der objektive Wert der Schriften zuverlässiger Autoren zu unterscheiden von der subjektiven Seite der Ausführungen. Der objektive Wert jener Schriften beruht in dem Zeugnis für die jeweilige Anschauung und Sitte. Zugleich aber wenden die kirchlichen Autoren…
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