Clément

Lexikon für Theologie und Kirche

Stichwort: Clément

Clément, Anna Margareta, Salesianerin, * 7.5. 1593 zu Cléron bei Besançon; 5.8.1617 vom hl. Franz von Sales selbst eingekleidet zu Annecy, nahm teil 1620 an der Gründung des Klosters von Orléans, 1628 bis 1635 1. Oberin des Klosters zu Montargis, gründete 1635 das Kloster zu Melun (Erzbistum Sens), Oberin daselbst 1635-41 und 1644-52, † ebd. 3.1.1661; ausgezeichnet durch außergewöhnlichen Bußgeist, Visionen und dgl. Der Aufdruck des Namens Jesus Christus Nazarenus auf ihr Herz durch Christus selbst (27.1.1631), ebenso die Durchbohrung des Herzens „an 5 Stellen anstatt der Wundmale“ sind im mystischen Sinn zu verstehen.

Clément, François, OSB, gelehrter Mauriner, ausgezeichnet durch eisernen Fleiß und wissenschaftlicher Gründlichkeit, Mitglied der Académie des Inscriptions et belles lettres, * 1714 zu Bèze bei Dijon, 29.3.1793 zu Paris, wo er seit Ablegung der Gelübde (1731) lebte.

Clément, Jacques, OP, Mörder Heinrichs III. von Frankreich, * 1564 (oder 1567) zu Sorbonne (Arr. Sens), † 1.8.1589 zu St-Cloud bei Paris. Fanatiker, ermordete 1.8.1589 durch einen Dolchstich den König, nachdem dieser selbst den Herzog Heinrich von Guise und dessen Bruder Kardinal Louis II. (Guisen) durch Meuchelmord beseitigt (23.12.1588) und den Hugenotten sich angeschlossen hatte. Clément selbst wurde gleich nach der Tat nieder gestochen. Er handelte aus ligistischem Parteigeist. Ohne allen Grund schob man die Schuld an diesem rein persönlichen Verbrechen den Dominikanern (P. Bourgoing unschuldig hingerichtet) und Jesuiten zu und erhob gegen die katholische Moral und die katholische Kirche schwerste Anklagen. –
aus: Michael Buchberger, Lexikon für Theologie und Kirche, Bd. II, 1931, Sp. 985

Condé
Hugenotten

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