Dogmatische Theologie

Das Verhältnis von Gnade und Freiheit

Gnadenlehre, Ott L.
§ 14. Die kirchliche Lehre von Gnade und Freiheit gegenüber der Häresie Da Gott allen Menschen hinreichende Gnade gibt, ihr Heil zu wirken, tatsächlich aber nur ein Teil der Menschen das Heil erlangt, so gibt es Gnaden, welche die von Gott beabsichtigte Heilswirkung zur Folge haben (gratiae efficaces), und Gnaden, welche diese Wirkungen nicht haben…

Die Wirksamkeit der bösen Engel

Dogmatische Theologie, Ott L.
Die Offenbarungslehre von den Engeln § 31. Die Wirksamkeit der bösen Engel 1. Herrschaft des Teufels über die Menschen Der Teufel besitzt auf Grund der Sünde Adams eine gewisse Herrschaft über die Menschen. De fide. Das Konzil von Trient nennt als Folge der Sünde Adams die Gefangenschaft unter der Gewalt des Teufels. D 788, 793.…

Die Wirksamkeit der guten Engel

Dogmatische Theologie, Ott L.
Die Offenbarungslehre von den Engeln § 30. Die Wirksamkeit der guten Engel 1. Verhältnis zu Gott Die primäre Aufgabe der guten Engel ist die Verherrlichung und der Dienst Gottes. Sent. cert. Die Hl. Schrift fordert die Engel zum Lobpreis Gottes auf und bezeugt, daß sie durch ihren Lobgesang Gott verherrlichen. Vgl. Ps. 102, 20f: „Preiset…

Prüfung der Engel und Sündenfall

Dogmatische Theologie, Ott L.
Die Offenbarungslehre von den Engeln Prüfung der Engel und Verwerfung der bösen Engel § 28. Die übernatürliche Erhebung und Prüfung der Engel 1. Erhebung in den Gnadenstand Gott hat den Engeln ein übernatürliches Endziel bestimmt, die unmittelbare Gottanschauung, und hat sie zur Erreichung desselben mit der heiligmachenden Gnade ausgestattet. Sent. cera. a) Pius V. verwarf…

Offenbarungslehre von den Engeln

Dogmatische Theologie, Ott L.
Die Offenbarungslehre von den Engeln § 26. Dasein, Ursprung und Zahl der Engel 1. Dasein und Ursprung der Engel Gott erschuf am Anfang der Zeit geistige Wesen (Engel) aus nichts. De fide. Die Existenz der Engel wurde geleugnet von den Saddizäern (Apg. 23, 8: Die Sadduzäer behaupten nämlich, es gebe weder eine Auferstehung noch Engel…

Häretische Gegensätze zur Eucharistie

Dogmatische Theologie, Ott L.
Das Sakrament der Eucharistie § 1. Der Begriff der Eucharistie 1. Begriffsbestimmung Die Eucharistie ist jenes Sakrament, in welchem Christus unter den Gestalten von Brot und Wein mit seinem Leib und Blut wahrhaft gegenwärtig ist, um sich unblutiger Weise dem himmlischen Vater zu opfern und den Gläubigen als Seelenspeise zu schenken. 2. Vorbilder Vorbilder der…

Katholische Dogmatik Die kirchlichen Lehren

Dogmatische Theologie, Ott L.
Katholische Dogmatik: Die kirchlichen Lehren § 6. Die katholischen Wahrheiten Entsprechend dem Zweck des kirchlichen Lehramtes, die Offenbarungs-Wahrheit unverfälscht zu bewahren und unfehlbar auszulegen (D1800), sind der erste und vornehmste Gegenstand (obiectum primarium) der kirchlichen Lehrverkündigung die unmittelbar geoffenbarten Wahrheiten und Tatsachen. Die unfehlbare Lehrgewalt der Kirche erstreckt sich aber auch auf alle jene Wahrheiten…

Dogmatik Die Entwicklung des Dogmas

Dogmatische Theologie, Ott L.
Begriff und Entwicklung des Dogmas § 5. Die Entwicklung des Dogmas 1. Die Dogmen-Entwicklung im häretischen Sinn Die liberale protestantische Dogmengeschichte (A. v. Harnack) und der Modernismus (A. Loisy) nehmen eine substantielle Dogmen-Entwicklung an, so daß der Inhalt des Dogmas im Laufe der Zeit ein anderer wird. Der Modernismus stellte die Forderung auf: „Der Fortschritt…

Von den Beweisquellen der Tradition

Dogmatische Theologie, Heinrich
Die Beweisquellen der Tradition Unter den Beweisquellen, woraus sowohl die Kirche selbst, als die theologische Wissenschaft die katholische Tradition zu schöpfen und zu beweisen vermag, nehmen selbstverständlich die erste Stelle ein I. die amtlichen Zeugnisse des kirchlichen Lehramtes selbst, also vor Allem: 1. Die definitiven Lehrentscheidungen (1) der allgemeinen Konzilien, diese feierlichste und vollkommenste Form,…

Formen unfehlbarer Entscheidungen

Dogmatische Theologie, Scheeben
Verschiedene äußere Formen der Entscheidungen ex cathedra Formen unfehlbarer Entscheidungen des Papstes Von allen Dokumenten, welche die Entscheidungen enthalten, gilt aber selbstverständlich, daß nur diejenigen Sätze oder Momente, auf deren peremptorische (= zwingende, endgültige) Feststellung die Intention des Richters gerichtet erscheint, als richterlich festgestellt und mithin unfehlbar wahr anzusehen sind. Mit andern Worten: Nur das,…
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