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Biographie

Faber, Frederick William

Lexikon für Theologie und Kirche

Stichwort: Faber

Porträt von P. Frederick Faber

Faber, Frederick William, aszetischer Schriftsteller, * 28.6.1814 zu Calverly in Yorkshire; † 26.9.1863 zu London; studierte zu Oxford, empfing 1839 die anglikanische Ordination, wurde Hauslehrer und 1843 Pfarrer von Elton; arbeitete an einer Sammlung „English Saints“ mit. Seine früh erwachten Zweifel an der Hochkirche führten ihn zum Traktarianismus. Nach ernster Forschung trat er bald nach Newman 17.11.1845 zur katholischen Kirche über, wurde 1847 Priester und veranlasste mit der von ihm gegründeten religiösen Vereinigung der Wilfriedbrüder (auch Brothers of the Will of God) die Pfarrei Cotton zum Übertritt.

17.2.1848 schloss er sich an Newmans Oratorium an und gründete selbst 1849 die Niederlassung in London. Als deren Vorsteher bis zum Tod wirkte er segensreich durch Predigt, geistliche Leitung und Gründung religiöser Vereine, namentlich auch durch den Zauber seiner religiösen Persönlichkeit, und förderte die Verehrung des kostbaren Blutes, die hierdurch in der ganzen katholischen Welt neuen Aufschwung nahm.

Als herzenskundigen, theologisch sicheren Meister des geistlichen Lebens zeigt er sich in seinen zahlreichen inhalts- und gemütvollen aszetischen Schriften (London 1853/60), dtsch v. C.B. Richling, Regensburg 1857/63, teilweise öfters, so „Alles für Jesus“ (1913), „Bethlehem der Fortschritt der Seele“ (1914), „Fuß des Kreuzes“ (1916), „Das allerheiligsten Altarsakrament“ (1906); neuestens mehrere von Kardinal Graf Preysing übertragen, so „Von der Güte“ (1926), „Schöpfer und Geschöpf“ (1930), als beredter Künder der Gnade und Tugend in seinen Lives od Modern Saints (49 Bändchen, London 1847ff), als schwungvollen Dichter in seinen auch von Protestanten hoch geschätzten religiösen Hymnus (London 1871 …) und in seinen mit prächtigen Naturschilderungen durchzogenen Poems (1857).

Ges.-Ausg. seiner Werke, 13 Bde, London 1899. –
aus: Michael Buchberger, Lexikon für Theologie und Kirche, Bd. III, 1931, Sp. 929 – Sp. 930

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