Heinrich II. – IV. Könige von Frankreich

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Lexikon für Theologie und Kirche

Stichwort: Heinrich

Könige von Frankreich

Heinrich II., * 31.3.1519 zu St-Germain-en-Laye, König seit 31.3.1537, † 10.7.1559 zu Paris. Verfolgte wie sein Vater Franz I. die Protestanten in Frankreich, während er sie in Deutschland gegen den Kaiser aufreizte und selbst die Türken zu Hilfe rief; nahm 1552 dem Reich die Bistümer Metz, Toul und Verdun; geriet wegen Parma mit Julius III. in Streit; schickte zum Konzil von Trient den gelehrten Jacques Amyot, ließ aber die Bischöfe nicht daran teilnehmen. –

Heinrich III., * 19.9.1551 zu Fontainebleau als 3. Sohn Heinrichs II., 1573 zum König von Polen gewählt, französischer König seit 31.5.1574, † 1.8.1589 zu St-Cloud. Bekriegte anfangs die Hugenotten, verlieh ihnen im Edikt von Beaulieu 6.5.1576 große Vorteile, die im Frieden von Bergerac 17.9.1577 beschränkt wurden. Sittenlos (Mignon-Wirtschaft), falsch und verschwenderisch, verachtet; ließ die Guisen ermorden, nahm Heinrich von Navarra als Nachfolger an, wurde vom Papst gebannt, von J. Clément erdolcht. –

Heinrich IV. Bourbon, * 14.12.1553 zu Pau, † 14.5.1610 zu Paris. Seine Eltern Ant. v. Bourbon, König von Navarra, und Jeanne d`Albret waren dem Protestantismus zugetan, und Heinrich wurde das Haupt desselben in Frankreich. Eine Versöhnung sollte durch Verheiratung mit Margareta von Valois, der Schwester Heinrichs III., zustande kommen. Nach der Bartholomäusnacht musste Heinrich den Protestantismus abschwören, entfloh aber Februar 1576 vom Hof und trat wieder an die Spitze der Hugenotten. Heinrich III. erkannte ihn 1589 auf dem Sterbebett als Nachfolger an und ermahnte ihn zur Rückkehr zur Kirche. Diese geschah erst unter dem Einfluss Du Perron`s 25.7.1593 zu St-Denis, wohl aufrichtig, wenngleich er dabei gesagt haben soll: Paris vaut bien une messe. 23.3.1594 eroberte er Paris. Papst Klemens VIII. absolvierte ihn 17.9.1595, und das Edikt von Nantes 30.4.1598 befriedigte die Hugenotten. Der Friede brachte dem zerrütteten Land Wohlstand und Heinrich große Popularität (le Grand). 1599 trennte er sich von Marg v. Valois; am 17.12.1600 segnete der Kardinallegat seine Ehe mit Maria de Medici ein. Seinem leichtfertigen Leben und seinen kriegerischen Plänen machte die Mörderhand Ravaillacs ein jähes Ende. –
aus: Michael Buchberger, Lexikon für Theologie und Kirche, Bd. IV, 1932, Sp. 921 – Sp. 922

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