Heidentum

Accaron

Lexikon für Theologie und Kirche Stichwort: Accaron Accaron, auch Akkaron, assyrisch Amkarruna, ägyptisch (E)ngrun, die nordöstlichste unter den 5 Philister-Hauptstädten, wohin schließlich die Philister die Bundeslade brachten (1. Sam. 5, 10-12; Nomen gentilicium „Akkaroniter“; Jos. 13, 3; 1. Sam. 5, 10). Accaron war Kultstätte des Götzen Beelzebub, den König Ahasja beschickte , um zu erfahren, ob er von seinem Sturz aus dem Obergemach des Palastes gesunden werde (4. Kön. 1, 2 u. 16). (Buchberger, Bd. 1, 1930, Sp. 185) Accaron, eine der Hauptstädte der Philister, der Lage nach die nördlichste. Bei der ersten Landesverteilung kam sie an den Stamm…

Antiochus

Lexikon für Theologie und Kirche Stichwort: Antiochus Antiochus I. * Antiochus II. Theos * Antiochus III. der Große * Antiochus IV. Epiphanes * Antiochus V. Eupator * Antiochus VI. Epiphanes Dionysus * Antiochus VII. Sidetes * Antiochus VIII. Epiphanes Kallinikus * Antiochus IX. Philopator Kyzikenus Antiochus, Feldherr des Philippus von Mazedonien, des Vaters Alexanders d. Gr. Als letzterer nach Asien zog, ging des Antiochus junger Sohn, Seleukus, mit. Nach Alexanders Tod gelangte dieser zu hoher Stellung und wurde nach langjährigen Kämpfen Gründer des Seleukiden-Reiches (endgültig befestigt nach der Schlacht bei Ipsus, April 301 v. Chr.) Mehreren neu gegründeten Städten…

Archelaus

Lexikon für Theologie und Kirche Stichwort: Archelaus Archelaus, Sohn Herodes‘ des Großen, hatte mit seinem Bruder Antipas eine Samariterin Namens Malthace zur Mutter und war gleich diesem seinem Bruder in Rom erzogen worden (Jos. Antt. 17, 1, 3; 10, 1). nach dem zweiten Testament des Herodes (in dem ersten hatte er Antipas zum alleinigen Erben seiner Herrschaft bestimmt) sollte das Reich unter seine drei ihn überlebenden Söhne, nämlich unter Antipas als Tetrarch von Galiläa und Peräa, unter Philippus als Tetrarch von Trachonitis, Gaulonitis und Batanea und endlich unter Archelaus als König von Judäa, Samarien und Idumäa verteilt werden. Da…

Chamiten

Lexikon für Theologie und Kirche Stichwort: Chamiten Cham (d. h. Schwarzer), 1. einer der drei Söhne Noe„s, durch deren Nachkommen die verödete Erde nach der Flut wieder bevölkert wurde. Da Cham immer in der Mitte zwischen Sem und Japhet genannt wird (Gen. 5, 31; 6, 10; 7, 13; 9, 18; 10, 1; 1. Par. 1, 4), so ist er wohl auch der mittlere an Alter; daß er der jüngste sei, ist nur irrig aus Gen. 9, 24 geschlossen worden… In den vier Söhnen Chams verzweigten sich die Chamiten in vier Linien: von Chus entsprangen die Völkerschaften Ost- und Südasiens,…

Chamos

Lexikon für Theologie und Kirche Stichwort: Chamos Chamos, im Alten Testament die moabitische Nationalgottheit (4. Kön. 23, 13; Jer. 48, 13), welche Jer. 48, 7 schlechthin als Repräsentant der Moabiter steht, und nach welcher diese selbst Num. 21, 29; Jer. 48, 46 „Volk des Chamos“ genannt werden. Chamosnadab ist daher ein gewöhnlicher Name der moabitischen Könige. Der mythologischen Vorstellung nach war Chamos identisch mit dem Moloch der Ammoniter, so daß er einmal statt desselben genannt wird (Richt. 11, 24). Auch diesem Götzen errichtete Salomon ein Heiligtum bei Jerusalem (3. Kön. 11, 7), das erst von Josias zerstört wurde (4.…

Decius

Lexikon für Theologie und Kirche Stichwort: Decius römischer Kaiser und Christenverfolger Decius, Cajus Messius Quintus Trajanus, 249 bis 251 römischer Kaiser. Die decische Verfolgung, die 7. nach der traditionellen Zählung, die erste zielbewußte und planmäßige, wollte das Christentum im ganzen Reich ausrotten und beginnt eine neue Periode in der Geschichte der Christenverfolgungen. Decius war einer jener wenig gebildeten, tatkräftigen Soldatenkaiser pannonisch-illyrischer Herkunft, die das durch Korruption und orientalische Weichlichkeit ruinierte Reich zu retten unternahmen. Ein Hauptmittel hierfür sah er in der Zurückführung aller Untertanen zur Staatsreligion; denn weil die Götter zürnten, meinten die Heiden, kämen die Barbareneinfälle, Pest, Hunger…

Diokletian

Lexikon für Theologie und Kirche Stichwort: Diokletian römischer Kaiser und Christenverfolger Diokletian, Cajus Aurelius Valerius, römischer Kaiser, * bei Saloma (Dalmatien), arbeitete sich im Militärdienst zum Comes domesticorum empor, 17.9.284 zu Chalcedon von den Offizieren zum Kaiser ausgerufen. Schon 1.4.286 nahm er Maximianus Herkuleus zum Mitregenten an; beide erhoben 293 Konstantius Chlorus und Galerius zu Cäsaren. Diokletian behielt bei der Teilung des Reiches Asien, Thrazien und Ägypten, leitete eine neue Verfassung ein mit absolutistischer Ausgestaltung des Kaisertums und Einteilung des Reiches in 4 Präfekturen mit 12 Diözesen um 96 Provinzen, führte Kriege in Thrazien, Ägypten und Persien, errichtete große…

Galerius

Lexikon für Theologie und Kirche Stichwort: Galerius römischer Kaiser und Christenverfolger Galerius, eigentlich Cajus Galerius Valerius Maximianus, römischer Kaiser. Illyrier von niederer Herkunft, tüchtiger Soldat und Heerführer, aber von barbarischen Sitten, fanatischer Heide und Christenfeind. Diokletian machte ihn 1.3.293 zum Cäsar und Mitregenten für den Orient und gab ihm seine Tochter Valeria zur Frau. Galerius war mit seinen neuplatonischen Freunden der Haupturheber der großen diokletianischen Christenverfolgung (303-311) und reinigte schon vorher das Heer von Christen, was manche Martyrien veranlaßte. Nach Diokletians Abdankung 1.5.305 Augustus geworden, führte er die Verfolgung im Osten mit äußerster Härte weiter, bis er, seit einem…

Heidenchristen

Lexikon für Theologie und Kirche Stichwort: Heidenchristen Heidenchristen nennt man die Gläubigen aus dem Heidentum der frühchristlichen Zeit. Der erste Heidenchrist war der durch Philippus (Apg. 8,22ff) bekehrte äthiopische Eunuch. Größere Bedeutung kommt der Bekehrung des heidnischen Hauptmanns Kornelius durch Petrus (Apg. 10) zu. Das zeigt die Notwendigkeit der Verteidigung des Vorganges durch Petrus in Jerusalem (Apg. 11). Weiter noch führt die Predigt cyprischer und cyrenäischer Männer unbekannten Namens vor Hellenen in Antiochia (Apg. 11,20f). Jerusalem sendet als Beobachter den Barnabas. Dieser holt Paulus aus Tarsus. Ein Jahr gemeinsamen Wirkens beider Männer läßt die schon recht heidenchristlich gefärbte Gemeinde…

Kanaaniter

Lexikon für Theologie und Kirche Stichwort: Kanaaniter Kanaaniter, in der heiligen Schrift I. Name einer Völkerschaft, welche von Kanaan abstammte. Dieselbe umfaßte elf Stämme. 1. Sidonier, 2. Hethiter, 2. Jebusiter, 4. Amorrhäer, 5. Gergesiter, 6. Heviter 7. Araciter, 8. Siniter, 9. Aradier, 10. Samaräer, 11. Amathiter, unter welchen die beiden ersten nach den Stammvätern Sidon und Heth, die übrigen aber nach appellativen Bezeichnungen ihren Namen zu tragen scheinen (Gen. 10, 15-18)… Unter den angeführten Stämmen war der zahlreichste und wichtigste der amoritische, so daß die Amorrhäer auch statt der Gesamtheit aller Stämme genannt werden. Kleinere Stämme zweigten sich allmählich…
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