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Aschermittwoch

Lexikon für Theologie und Kirche

Stichwort: Aschermittwoch

Aschermittwoch: Die Asche kann auch in Kreuzform auf den Kopf gestreut werden, wie auf diesem polnischen Gemälde von 1881 zu sehen.

Aschermittwoch (feria IV cinerum), der Mittwoch vor dem 1. Fastensonntag. Mit ihm begann im 7. Jahrhundert, vielleicht schon in den letzten Jahren Gregors des Großen, die Fastenzeit, daher kam für den Aschermittwoch der Name caput Quadragesimae (Gelasianum) oder caput jejunii auf. An diesem Tage erhielten die öffentlichen Büßer bei ihrer Ausstoßung aus der Kirche das Bußgewand und wurden mit Asche bestreut. Seit dem 10. Jahrhundert wird diese Asche geweiht.

Mit dem Verschwinden der öffentlichen Buße ließen sich Geistliche und Laien zum Zeichen der Buße am Aschermittwoch Asche aufs Haupt streuen (Synode von Benevent 1091, can. 4). Die Austeilung der Asche kann auch am 1. Fastensonntag erfolgen, doch muss Weihe und Austeilung der Asche vorausgegangen sein (ActaApSed 1924, 102 und Indult der Ritenkongregation v. 29.12.1926). Die Asche soll aus Zweigen, die am vorausgehenden Palmsonntag geweiht wurden, hergestellt werden. Der gegenwärtige Ritus erklärt den Sinn der Zeremonie (Selbstverdemütigung) und ermahnt die Gläubigen, in der Fastenzeit wahre Bußgesinnung zu pflegen, wozu ihnen im Sakramentale der Aschenweihe Gnade vermittelt wird. Der Aschermittwoch verdrängt im Offizium jedes Fest. –
aus: Michael Buchberger, Lexikon für Theologie und Kirche, Bd. I, 1930, Sp. 715

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