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Lexikon für Theologie und Kirche

Stichwort: Gesellschaft Mariens

Maristen, auch Gesellschaft Mariens (Societas Mariae, Abk.: SM), Ordensgenossenschaft, die neben der klösterlichen Selbstheiligung durch besondere Verehrung der Muttergottes Jugenderziehung (in höheren Schulen, Priesterseminarien), Volksmission und Heidenmission zum Zweck hat, gegründet 1824 zu Belley vom ehrwürdigen J. Cl. M. Colin durch Zusammenschluss gleich gesinnter in Volksmissionen tätiger Priester, seit 1834 mit gemeinschaftlichem Leben, 1836 päpstlich approbiert, Regel (an die der Gesellschaft Jesu angelehnt) 1873 endgültig bestätigt. 1836 erhielten die Maristen Westozeanien zum Missionsfeld (Märtyrer P. A. Chanel). …

Stammverwandt durch die Geschichte ihrer Gründung und durch die marianische Gesinnung sind:

1) Maristen-Schulbrüder. –

2) Maristen-Schwestern oder Maristinnen, von Colin 1823 in Cerdon gegründet für Mädchenunterricht und -erziehung, Mutterhaus seit 1926 in St-Prix, leiten Pensionate und Waisenhäuser in Belgien, England, Irland und auf den Fidschi-Inseln (bis 1903 auch in Frankreich). –

3) Missionsschwestern der Gesellschaft Mariens, auch Maristen-Missionsschwestern, oder Schwestern vom regulären Dritten Orden Mariens, 1880 gegründet, 1932 päpstlich bestätigt, Mutterhaus in Ste-Foy-lès Lyon, unterstützen die Maristen-Missionen Ozeaniens durch Elementar-Unterricht und Krankenpflege (auch Aussätzigen-Pflege auf Neukaledonien und Makongai). –

4) Missionsschwestern vom hl. Namen Mariens, 1920 von Bischof W. Berning v. Osnabrück aus deutschen, von Frankreich vertriebenen Postulantinnen der Maristen-Missionsschwestern gegründet, Mutterhaus in Meppen, 16 Niederlassungen, 103 Mitglieder. –

5) Einheimische Kleine Brüder und Kleine Schwestern Mariens, auf den Fidschi-Inseln, von Maristen 1882 zur Missions-Unterstützung gegründet; ebenso Kleine Hilfsbrüder, seit 1930 im Apostolischen Vikariat Neukaledonien. –

6) Weltlicher Dritter Orden der Gesellschaft Mariens, gegründet 1850, Hauptsitz in Rom, mehr als 7000 Mitglieder. Vgl. Heimbucher II 377.

Maristen-Schulbrüder oder Mindere Brüder Mariens (Fratres Mariae scholarum), Kongregation für Unterricht und Erziehung der männlichen Jugend, gegründet vom ehrwürdigen J. M. B. Champagnat,1817 in Lavalla bei Lyon, 1863 approbiert und 1903 endgültig bestätigt; zählen (1934) gegen 9000 Mitglieder und 700 Niederlassungen in 26 Ordensprovinzen. Sie leiten 676 Volks-, Handels-, Fachschulen und höhere Lehranstalten mit rund 135000 Schülern. Generalsuperior in Grugliasco bei Turin; Generalprokurator in Rom. – Heimbucher II 376f. –
aus: Michael Buchberger, Lexikon für Theologie und Kirche, Bd. VI, 1934, Sp. 950 – Sp. 951

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Lexikon für Theologie und Kirche Stichwort: Juda Juda (Gn. 29, 35, mit „preisend bekennen“ erklärt, assyrisch Ja-u-di), der 4. Sohn Jakobs von der Lia (Gn. 29, 35), noch während Jakobs Aufenthalt bei Laban in Mesopotamien geboren. Er teilte den Hass der Brüder gegen Joseph, war aber doch bedacht, dessen Leben zu schonen (Gn. 37, 26).…
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