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Belial

Lexikon für Theologie und Kirche

Stichwort: Belial

Der Teufel Beliar (Belial) vor dem Höllentor

Belial (Unnütz) = Nichtsnutzigkeit, Schlechtigkeit, Bosheit; daher sind „Söhne Belials“ nach semitischem Sprachgebrauch nichtswürdige Leute (Richt. 19, 22); torrentes Belial = verderbliche Ströme (2. Sm. 22, 5). Alleinstehend = Böser, Verderber (Job 34, 18); daher im NT: Belial (griech. Beliar: 2 Kor. 6, 15) = Satan (Dämonen). –
aus: Michael Buchberger, Lexikon für Theologie und Kirche, Bd. II, 1931, Sp. 126

… in der Vulgata ein aus dem Hebräischen beibehaltenes Wort, welches Nichtsnutzigkeit bedeutet (eigentlich Niedrigkeit …, daher 2. Sam. 22, 5 torrentes Belial, „tiefe Ströme“, für Todesgefahren). Es steht gewöhnlich in der Verbindung filius Belial, „Nichtswürdiger“, Deut. 13, 13; Richt. 19, 22; 1. Sam. 1, 16; 2, 12; 10, 27; 25, 17; 3. Kön. 21, 10; 2. Par. 13, 7; auch vir Belial 2. Sam. 16, 7; 20, 1.

Wie dann das hebräische Wort auch als abstractum pro concreto vorkommt, 2. Sam. 23, 6; Job 34, 18 (Vulg. Praevaricator, apostata), so hat auch das lateinische Belial konkrete Bedeutung Nahum 1, 15; spezifisch steht es 2. Kor. 6, 15 (…) für den Teufel als den Nichtswürdigen. Vermutlich hat dies den späteren Sprachgebrauch angebahnt, wonach Belial in der christlichen Literatur ein gewöhnlicher Ausdruck für Satan geworden ist. –
aus: Wetzer und Welte`s Kirchenlexikon 1883, Bd. 2, Sp. 284 – Sp. 285

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