Judentum

Buch mit Kruzifix

Core

Lexikon für Theologie und Kirche Stichwort: Core Core, 1. dritter Sohn Esau`s von Oolobana (Gen. 36, 5. 14. 18; 1. Par. 1, 35). – 2. Der fünfte Sohn Eliphaz`, des erstgeborenen Sohnes Esau`s von Ada (Gen. 36, 16). – 3. Ein Nachkomme Calebs, Sohn Hebrons (1. Par. 2, 43; s. Keil im Comm. z.d.St.). – 4. Ein Sohn Isaars aus der levitischen Familie Caath, bekannt als Aufwiegler gegen Moses. Er war unzufrieden damit, daß das theokratische Priestertum gerade nur auf die Familie Aarons eingeschränkt sein sollte, erhob sich in Verbindung mit Dathan, Abiron und Hon aus dem Stamm Ruben…
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Gamaliel

Lexikon für Theologie und Kirche Stichwort: Gamaliel Gamaliel (Gamali`el): 1) Familienhaupt im Stamme Manasse (Nm. 1,10; 2,20; 7,54 u. 59; 10,23). 2) Gamaliel I, der Ältere, gefeierter Gesetzeslehrer, zu dessen Füßen auch der hl. Paulus saß (Apg. 22,3; vgl. 5,34ff); im Gegensatz zu Rabbi Schammai nicht Rigorist. Auf seinen vermittelnden Einfluß hin, wobei er das Gottesgericht des Erfolges abzuwarten riet, ließ das Synedrium die gefangenen Apostel frei (Apg. 5,34-40). Darob wurde er als Christ erklärt (Klemens, Recogn I 65) und zu den Heiligen gerechnet. Der Priester Lucianus aus Jerusalem erzählt, man habe mit den Gebeinen des hl. Stephanus auch…
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Geschlechtsregister

Lexikon für Theologie und Kirche Stichwort: Geschlechtsregister Geschlechtsregister in der Bibel. Die meisten finden sich in den Büchern Gn, Esr, Neh und Chr. Zu unterscheiden ist zwischen Geschlechtsregister, die eine Verwandtschaft von Personen dartun, und zwischen Verzeichnissen von Völkern nach Analogie von Stammbäumen. Die Listen, in denen Völker als „Söhne“ eines Volkes (oder Landes) erscheinen, wollen zeigen, daß zwischen den genannten Völkern (bzw. Volk und Land) Beziehungen vorliegen, sei es Blutsverwandtschaft, sei es Nachbarschaft der Wohnsitze in Vergangenheit oder Gegenwart; Beispiel die Völkertafel Gn 10. Die Sethitentafel Gn 5 stellt die Verbindung zwischen Adam und Noe her, die Semitentafel…
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Götzendienst

Lexikon für Theologie und Kirche Stichwort: Götzendienst Götzendienst (von Götze = Gußbild), also göttliche Verehrung gegossener Bilder, dann jeglichen Symbols oder Bildes der Götter. 1) Allgemein siehe Abgötterei. – 2) Im alten Bund. Die Bibel nennt Hausgötzen, Schnitzbilder, Gußbilder, eigentlich geschnitztes Bild mit Silber überzogen (Richt. 17,4); mit Gold überzogen: Ephod (Richt. 8,27; vgl. Is. 30,22 u. Ex. 32, 3 u. 4 u. 20); doch gab es auch Bilder aus Ton und Stein), Bilder (wahrscheinlich in menschlicher Gestalt) im Gegensatz zu den Symbolen (Pfahl der Astarte), „Nichtse“, verächtlich, richtig „Mistgötzen“, „Greuel“, „Abscheulichkeiten“. Zum verbotenen Bilderdienst im Alten Testament, den…
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Halacha

Lexikon für Theologie und Kirche Stichwort: Halacha Halacha, Plural Halachoth („Gang“, übertragen = was gang und gäbe ist, brauch, Norm), bezeichnet in der jüdischen Schulsprache das im Leben zur Geltung gekommene Gewohnheitsrecht, die normierte Satzung, die religionsgesetzliche Vorschrift, die festzustellen Aufgabe und Befugnis der anerkannten Gesetzeslehrer war. Die Halachoth wurden in den Schulen anfangs nur mündlich überliefert (mündliches Gesetz neben dem geschriebenen, d.i. der Thora); so bildeten sich Traditions-Sammlungen, wie solche in der Mischna und Tosephta auf uns kamen. Bruchstücke aus anderen Sammlungen sind bekannt unter dem Namen Baraitha. Als überlieferte Satzungen sind die Halachoth ohne Einwand anzunehmen, während…
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Hillel

Lexikon für Theologie und Kirche Stichwort: Hillel Hillel I., genannt „der Alte“, jüdischer Gesetzeslehrer, mit Schammai als letztes der sogenannten 5 Paare der Traditionskette aufgeführt., * um 50 v. Chr.; † 10 n. Chr. Über ihn und seine Gelehrsamkeit erzählt die Tradition viel Legendäres. Er soll aus einer armenisch-babylonischen Exulanten-Familie (daher auch ha-Babli) stammen, die sich davidischer Abkunft rühmte. Er war der angesehenste Gesetzeslehrer seiner Zeit, aber nicht Präsident des Synedriums. Er und seine Schule entschieden in gesetzlichen Fragen meist in erleichterndem Sinn gegenüber der strengeren Richtung Schammais; im allgemeinen aber gingen die beiden Schulen nur in Äußerlichkeiten auseinander.…
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Hohepriester

Lexikon für Theologie und Kirche Stichwort: Hohepriester Hohepriester. An der Spitze des levitischen Priestertums stand der Priester zur Unterscheidung von den einfachen Priestern genannt „der Hohepriester“, „der Priesterfürst“, auch „der gesalbte Priester“, weil jeder Hohepriester mit dem heiligen Öl gesalbt wurde (vgl. Ex. 29,29; Lv. 8,12). Er unterschied sich von den Priestern 2. Ranges auch durch die besondere Kleidung, die er über den gewöhnlichen Priesterkleidern trug. Diese bestand 1) aus dem dunkelblauen Oberkleid, bis an die Knie reichend und am unteren Saum mit goldenen Glöckchen und Granatapfeln aus gezwirntem Garn in den liturgischen Farben besetzt; 2) aus dem Schulterkleid,…
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Judenchristen

Lexikon für Theologie und Kirche Stichwort: Judenchristen Judenchristen, die aus dem Judentum hervorgegangenen Christusgläubigen der apostolischen und nachapostolischen Zeit. Die Urgemeinde in Jerusalem hielt streng konservativ am jüdischen Gesetz und Kult fest (Apg. 2,46; 3,1: 5,12; 10,14; 21,20-24). Die Forderung der Gesetzesbefolgung an die Heidenchristen in Antiochia durch Judaisten aus Jerusalem (Apg. 15,1 u. 5) führte zum Apostelkonzil, das die Gesetzesfreiheit der Heidenchristen anerkannte, die Stellung des Judenchristen zum Gesetz aber formell nicht berührte (Apg. 15; Gal. 2). Daher auch nachher noch der Kampf der Judaisten gegen das gesetzesfreie Evangelium des Paulus. Dieser kam den Judenchristen in der Praxis…
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Kanaan

Lexikon für Theologie und Kirche Stichwort: Kanaan Kanaan, Name des dem Volke Israel verheißenen Landes, der im engeren Sinne für die Meeresküste (Jos. 13, 4; Soph. 2, 5 u. ö.), im weiteren für das Westjordanland (Nm. 32, 29f; Jos. 22, 9. 32) steht, ähnlich dem Namen Palästina (= Philistäa). Nm. 34, 3-12 werden die Grenzen angegeben. – aus: Michael Buchberger, Lexikon für Theologie und Kirche, Bd. V, 1933, Sp. 770 Kanaan, in der heiligen Schrift 1. Name einer Person, des jüngsten unter Chams Söhnen (Gen. 9, 18ff; 10, 6. 15; 1. Par. 1, 8. 13; Dan. 13, 56). In…
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Leviratsehe

Lexikon für Theologie und Kirche Stichwort: Leviratsehe Leviratsehe (lateinisch levir = Schwager), Schwagerehe, die Ehe, die der Bruder eines ohne männliche Nachkommen verstorbenen Ehemannes mit dessen Witwe eingehen mußte. Das Recht der Leviratsehe bestand schon zur Zeit der Patriarchen und wurde streng aufrecht erhalten (Gn. 38); es galt auch bei anderen Völkern (Hethiter, Assyrer, Inder) und findet sich gleichfalls bei vielen Naturvölkern. Moses legte sie gesetzlich fest (Dt. 25,5-10). Während sie im Heidentum im Ahnenkult oder in der Bewertung der Frau als vererbbaren Besitzes begründet lag, war Hauptzweck der israelitischen Leviratsehe Geschlecht und Name des Verstorbenen auf seinem Erbbesitz…
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