Judentum

Buch mit Kruzifix

Sabbat

Lexikon für Theologie und Kirche Stichwort: Sabbat Sabbat, der durch das Gebot vollkommener Enthaltung von der Arbeit gekennzeichnete 7. Wochentag der Israeliten. I. Das Arbeitsverbot. Wird im Dekalog Ex. 20,10 die Enthaltung von jeglicher Arbeit strengstens gefordert, so werden Ex. 34,21 besonders die Ernte- und Feldarbeiten verboten; dagegen ist Ex. 23,12 und Dt. 5,12ff. Die Rücksicht auf die Dienenden und auf das Vieh betont. Die Einzelvorschriften sind hervorgegangen aus dem Bestreben, das Gebot der Arbeitsenthaltung möglichst vollkommen zu beobachten. Man durfte am Sabbat kein Manna sammeln, nicht backen und kochen (Ex. 16,22ff), kein Feuer anzünden (Ex. 35,3); ja man…
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Sabbatweg

Lexikon für Theologie und Kirche Stichwort: Sabbatweg Sabbatweg. Der Befehl Ex. 16,29, der für den Aufenthalt Israels in der Wüste galt, wurde später als Verbot auch für die Folgezeit aufgefaßt, und man setzte die Strecke, über die man am Sabbat nicht hinaus gehen darf, auf 2000 Ellen fest, wobei man sich auf Nm. 35,5 stützte. Diese für die Praxis unangenehme Bestimmung suchte man dann zu umgehen durch Zuhilfenahme der Theorie von der „Vermischung der Grenzen“. Näheres im Mischna-Traktat Erubin III, IV,VIII. Danach legt man tags vorher am Ende dieser Strecke Speise für zwei Mahlzeiten nieder, schlägt also hier gleichsam…
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Sadduzäer

Lexikon für Theologie und Kirche Stichwort: Sadduzäer Sadduzäer, nach den Pharisäern die wichtigste jüdische Partei zur Zeit Jesu. Ihr Ursprung und Wesen sind nicht völlig geklärt. Gewöhnlich wird der Name Sadduzäer vom Hohenpriester Sadok (2. SM. 8,17) hergeleitet, dessen Geschlecht, „die Söhne Sadoks“ (Ez. 40,46 usw.; Sir. 51,12H), seit Salomon bis 175 v. Chr. die erbliche Hohepriester-Würde inne hatte und den Hauptteil der jerusalemischen Priesterschaft bildete. Andere leiten den Namen von einem nicht näher bekannten Sadok (Mitte des 2. Jahrhunderts v. Chr.) ab, der Begründer oder doch angesehener Lehrer der Sekte gewesen sei. Die sadduzäische Partei entstand zur Zeit…
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Samaria

Lexikon für Theologie und Kirche Stichwort: Samaria Samaria: I. die von Amri auf dem einem gewissen Somer abgekauften Berg neu gegründete (vorher nur spärliche Siedlung in der Bronzezeit!) Hauptstadt des Königreichs Israel (1. Kg. 16, 4). Von Natur und Menschenhand stark befestigt, trotzte sie wiederholten Anstürmen der Aramäer (1. Kg. 20, 1ff; 2. Kg. 6, 24ff), wurde aber nach 3jähriger Belagerung vom assyrischen König Sargon erobert und zerstört. Nach dem Exil war Samaria Sitz persischer Behörden (Esr. 4, 10 u. 17: …) in der Provinz Abarnahara. Nach Eusebius, Chronik (ed. R. Helm I 12f) hat Alexander d. Gr. Samaria…
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Samaritaner

Lexikon für Theologie und Kirche Stichwort: Samaritaner Die nichthellenistischen Bewohner dieser Landschaft (Samaria) bezeichnet man als Samaritaner. 1) Geschichte: Die im Jahr 722 von dort deportierten Israeliten wurden durch Kolonisten aus verschiedenen Gegenden des Assyrerreiches ersetzt (2. Kg. 17, 24), welche mit dem im Land zurück gebliebenen Teil der einheimischen Bevölkerung verschmolzen. Da unter den Angesiedelten Leute von Kutha erwähnt werden, heißten die Samaritaner bei den Juden vielfach Kuthäer(…). Nach Esr. 4, 2 und 9f. erfolgten Nachschübe von Kolonisten unter Asarhaddon und Assurbanipal. Einen Einschlag jüdischen Blutes erhielten die Samaritaner durch den Übertritt des Mitglieds der hohenpriesterlichen Familie Manasse…
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Sara

Lexikon für Theologie und Kirche Stichwort: Sara Sara, im Alten Testament 1. die Gemahlin des Patriarchen Abraham, war zugleich dessen Halbschwester, vom nämlichen Vater und einer andern Mutter geboren (Gen. 20,12). Die Annahme der Juden, sie sei identisch mit Jescha, der Tochter Arans (Gen. 11,29), wird zwar von manchen christlichen Exegeten geteilt, ist aber mit der ausdrücklichen Angabe der heiligen Schrift nicht zu vereinigen. Sie hieß früher Saraj, „Liebling“ (?), ward aber auf Gottes Anordnung später Sara, „Fürstin“ genannt, weil ihre Stellung als Angehörige einer Familie später sich zu der universellen Stellung einer Völkermutter und Ahnfrau des Erlösers erweiterte.…
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Schriftgelehrte

Lexikon für Theologie und Kirche Stichwort: Schriftgelehrte Schriftgelehrte (Schreiber, Sekretäre) sind Juden, die sich berufsmäßig mit der Erforschung des Gesetzes beschäftigen. Als eigener Stand gesetzeskundiger Lehrer und Richter erscheinen sie seit Esdras, der den Späteren stets als Vater und Vorbild der Schriftgelehrsamkeit galt. Esdras war noch Priester und Jurist in einer Person. Später trennten sich die beiden Berufe; die theoretische wie die praktische Beschäftigung mit dem heiligen Gesetz, seine Auslegung und Anwendung wird in steigendem Maße eine Angelegenheit der Laien. Zu einer eigentlichen Kaste der Schriftgelehrten ist es wohl nicht gekommen; wenigstens war es in jüngerer Zeit allgemein, verbreitete…
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Semiten

Lexikon für Theologie und Kirche Stichwort: Semiten Semiten, die große Familie der Völker, die nach Gn. 10, 22ff von Sem abstammen und ursprünglich dieselbe Sprache redeten wie die zu Sems Nachkommen zählenden Hebräer. Nach Gn. 11, 2 kamen sie aus dem Osten nach Babylonien und bevölkerten den Südwesten Asiens. In Babylonien übernahmen sie den von dort ansässigen nichtsemitischen Sumerern Kultur und Keilschrift. Wie die umfangreichen Ausgrabungen an den ältesten semitischen Kulturstätten Babel, Assur, Nippur, Kisch, Uruk (Erech), Lagasch, Larsa (Ellasar), Sippar, Schurippak u..a. zeigen, entwickelten sie nicht bloß schon um 3000 v. Chr. eine hohe materielle Kultur, sondern von…
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Sodoma

Lexikon für Theologie und Kirche Stichwort: Sodoma Sodoma, Hauptort der 5 Städte (Pentapolis) im Siddim-Tal, Wohnort des Lot (Gn. 13,12), wurde wegen widernatürlicher Unzucht („sodomitische“ Sünde, Sodomie; vgl. Gn. 19,4-9) zugleich mit Gomorrha, Adama und Seboim von Gott „umgekehrt“ und in einem Feuer-, Salz- und Schwefelregen verbrannt (Gn. 19,21-25) – ein Strafgericht, bei dem sich Gott wohl nicht eines Vulkanausbruches (die Krater der Umgebung waren damals schon längst erloschen), sondern eher eines tektonischen Bebens bediente, bei dem durch die Erdspalten Schwefel- und Kohlenwasserstoff entwichen, sich in der Luft entzündeten und die Asphaltgruben und Naphthaquellen in ein Feuermeer verwandelten (Gn.…
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Synedrium

Lexikon für Theologie und Kirche Stichwort: Synedrium Synedrium bezeichnet zunächst eine Sitzung einer Versammlung, die über öffentliche Angelegenheiten berät, ist daher seit dem 4. Jahrhundert v. Chr. Auch Name für bestimmte politische Körperschaften und ihre Versammlungen in der späteren Gräzität namentlich Gerichtshof bzw. Gerichtssitzung. In dieser Bedeutung wurde es übernommen vom Neuen Testament und von Josephus wie als Lehnwort von der rabbinischen Literatur sowohl zur Bezeichnung der der aus 23 Mitgliedern bestehenden Lokalgerichte (vgl. auch Mt. 10,17; Mk. 13,9) und verwaltende Körperschaften der jüdischen Gemeinden in aller Welt als auch des Hohen oder Großen Rates in Jerusalem. Die Mischna führt…
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