Heidentum

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Palästina

Lexikon für Theologie und Kirche Stichwort: Palästina Palästina heißt mit seinem späteren, allgemein üblichen Namen das den Israeliten von Gott verheißene und übergebene Land. Es wurde nämlich der Name des südwestlich von dem israelitischen Gebiet an der Meeresküste gelegenen Landes der Philister (Peleschet (assyr. Palaschtu, ägypt. Puluschta), von den Griechen und Römern auch auf das von den Israeliten besetzte bergige Binnenland bis zum Jordan unter dem Namen Palästina, und am Ende des 3. Jahrhunderts auf das trasjordanische Gebiet übertragen. Seitdem ist diese Bezeichnung bei den Christen sowie bei den späteren Juden und den Arabern gebräuchlich geworden. Der älteste semitische…
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Philister

Lexikon für Theologie und Kirche Stichwort: Philister Philister (…), eine im Alten Testament oft genannte Völkerschaft, welche den Israeliten Jahrhunderte lang den Besitz des Westjordanlandes und die nationale Selbständigkeit streitig machte. Der Etymologie nach waren die Philister die Bewohner des nur bei den Dichtern des Alten Testamentes genannten Landes Pelescheth, des späteren Palästina, d. h. des Südens und Westens von Kanaan. Nach ihrem Ursprung aber waren die Philister eine eine chamitische Völkerschaft (Gen. 10, 14), welche sich von den Chasluim abgezweigt hatte (Gen., a.a.O.) und zuerst bei den Caphtorim östlich von ägyptischen Delta Wohnung gefunden hatten (Am. 9, 7).…
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Pilatus

Lexikon für Theologie und Kirche Stichwort: Pilatus Pontius Pilatus, aus ursprünglich samnitischem (vgl. Cicero, De off. 2,21,75; Livius 9,1), später römischem Geschlecht, 26-36 n. Chr. Prokurator v. Judäa, mit Amtssitz in Cäsarea, nur an hohen jüdischen Festen und bei besonderen Anlässen zu Jerusalem im sog. Praetorium, sprach dort das Urteil über Jesus zur Kreuzigung. Sein Verhalten im Prozess zeigte anfänglich offenbar Wohlwollen und Gerechtigkeitssinn, dann aber Charakterlosigkeit aus Menschenfurcht; schon die Geißelung bei Schuldlosigkeit Jesu war juristisch unkorrekt. Weit ungünstiger als im Neuen Testament, wo er mit einer einzigen Ausnahme (Lk. 13,1) immer in Verbindung mit Christi Tod erscheint,…
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Ptolemäer

Lexikon für Theologie und Kirche Stichwort: Ptolemäer Ptolemäer hießen die griechisch-mazedonischen Könige Ägyptens nach dem Gründer der Dynastie, Ptolemäus, einem Diadochen. Geläufig ist auch die Bezeichnung Lagiden, nach dessen Vater Lagus, Ptolemäus I. (Lagi) Soter, Feldherr Alexanders d. Gr., Satrap von Ägypten seit 323, nahm 304 den Königstitel an. Unter ihm erreichte Alexandria eine Blüte, würdig des großen Alexander. Nach der Schlacht bei Gaza 312 überrumpelte er Jerusalem am Sabbat (Josephus, Antiqu. 12, 1,1; Contra Apionem 1 22), aber erst nach der Schlacht bei Ipsus 301 wurde Palästina dem ägyptischen Reich für ein Jahrhundert eingegliedert (vgl. Dn. 8, 8;…